Philipp Buhl segelte auf den vierten Platz. Foto: Carsten Rehder
Philipp Buhl segelte auf den vierten Platz. Foto: Carsten Rehder

Philipp Buhl segelte auf den vierten Platz. Foto: Carsten Rehder

dpa

Philipp Buhl segelte auf den vierten Platz. Foto: Carsten Rehder

Santander (dpa) - Laser-Segler Philipp Buhl hat bei der Weltmeisterschaft vor Santander die Wiederholung seines Bronze-Erfolgs von 2013 knapp verpasst. Im Finale reichte Buhl nach zwischenzeitlicher Führung Rang sechs nicht, um das Führungstrio noch zu gefährden.

Weltmeister wurde der Niederländer Nicholas Heiner vor dem Australier Tom Burton und dem Briten Nick Thompson. Zuvor hatte Heiners Teamkameradin Marit Bouwmeester den doppelten WM-Triumph der Niederländer im Laser-Radial-Finale perfekt gemacht.

Buhl erklärte am Donnerstag: «Ich wollte meine zweite WM-Medaille unbedingt, bin aber auch ohne sie glücklich.» Er ist mit seiner Leistung bei dieser WM bisher eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Nationalteam: Der Steuermann vom SC Alpsee Immenstadt hatte zur Halbzeit seiner «verrückten Serie» nach einem völlig verpatzten Rennen im Feld der 147 Laser-Segler aus mehr als 80 Nationen nur auf Platz 19 gelegen, dann aber eine furiose Aufholjagd gestartet und auch den olympischen Nationen-Startplatz für die Laserklasse gesichert.

Das Ziel des 24-jährigen Sportsoldaten bleibt eine Olympia-Medaille 2016 in Rio: «Die Arbeit dafür geht gleich morgen weiter.» Dass er bei der WM nach dem Verletzungspech der 49er-Europameister Erik Heil und Thomas Plößel der einzige Hoffnungsträger einer ganzen Mannschaft ist, stört den Allgäuer nicht: «Hoffnungsträger zu sein, das ist etwas Schönes und mir ein guter Ansporn.»

Symptomatisch für eine Reihe von Pannen und viel Pech im DSV-Team war RS:X-Surfer Toni Wilhelm aus Dogern, der die bisher dunkelste Stunde seiner Leistungssportkarriere erlebte. Der Olympia-Vierte hatte am letzten Renntag vor seinem Finale zum falschen Surfbrett gegriffen und den Fehler erst nach dem Start zur Wettfahrt bemerkt.

«Es ist definitiv der größte Aussetzer meines Lebens», sagte Wilhelm, der das Rennen aufgab, das Board zurückbrachte, das eigene holte, in den Rennen zwei und drei dann aber nicht mehr in Fahrt kam. Als Zwölfter verpasste Wilhelm den sicher geglaubten Einzug ins Medaillenfinale. Sein Fall wird für Diskussionen sorgen, denn mit diesem Ergebnis könnte Wilhelm seinen Kaderstatus und die Förderung einbüßen - dabei zählt er zu den wenigen DSV-Athleten mit Medaillenchancen bei großen Wettbewerben.

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