Mit Sieger Ben Ainslie und Top-Ten-Plätzen unterstrich Großbritannien seine Favoritenrolle für 2012.
Mit Sieger Ben Ainslie und Top-Ten-Plätzen unterstrich Großbritannien seine Favoritenrolle für 2012.

Mit Sieger Ben Ainslie und Top-Ten-Plätzen unterstrich Großbritannien seine Favoritenrolle für 2012.

dpa

Mit Sieger Ben Ainslie und Top-Ten-Plätzen unterstrich Großbritannien seine Favoritenrolle für 2012.

Weymouth (dpa) - Ein Jahr vor der olympischen Regatta in England ist die Flotte des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) noch nicht reif für Medaillen. Beim Testlauf vor Weymouth segelten nur drei von zehn Teams in die Top Ten.

Die neun Männer und sieben Frauen kehren ohne Spitzenplätze von der Generalprobe heim. Die bittere Erkenntnis: 22 der insgesamt 66 teilnehmenden Nationen waren vor der Felsenküste von Dorset erfolgreicher als die Deutschen.

«Wir haben in einigen Klassen sehr gute Einzelleistungen gesehen, aber in anderen ist der Weg noch weit», zog DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner Bilanz. Für den baldigen Durchbruch Richtung Weltspitze haben sich nach dem Generationswechsel im Anschluss an die Spiele 2008 bislang nur wenige deutsche Segler empfohlen.

Die Niederlande gewann überraschend die Nationenwertung. Mit einem Sieg für Star Ben Ainslie und Top-Ten-Platzierungen in allen Disziplinen unterstrich Gastgeber Großbritannien aber seine Favoritenrolle für die Spiele 2012.

Die angestrebte deutsche Zielsetzung von zwei Segelmedaillen 2012 erscheint nicht realistisch. «Da kommt noch viel Arbeit auf uns alle zu, wenn wir das formulierte Ziel der zwei Medaillen tatsächlich erreichen wollen», sagte Tobias Schadewaldt, der mit Hannes Baumann im 49er Platz sieben belegte und damit neben dem ebenso platzierten Lasersegler Simon Grotelüschen das beste deutsche Ergebnis erzielte. «Doch Olympische Spiele haben ihren eigenen nervlichen Faktor, und es ist noch ein Jahr Zeit», meinte Schadewaldt.

Leise Hoffnungen auf mehr weckten RS:X-Surfer Toni Wilhelm als Neunter und die Berliner Starbootsegler Robert Stanjek/Frithjof Kleen, die mit ihrem neuen Boot einen Mastbruch erlitten und als Elfte knapp am Medaillenrennen vorbeisegelten. Enttäuschend waren dagegen die Ergebnisse in den Disziplinen Finn Dinghi, Laser Radial, bei den 470er Männern und Frauen und im Match Race der Frauen. Silke Hahlbrocks Hamburger Match-Race-Team belegte den letzten Platz im kleinen Feld der nur zwölf Teams.

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