Hamburg (dpa) - Bei der 117. Kieler Woche stehen die olympischen Bootsklassen und eine neue Segelarena in der Innenstadt im Mittelpunkt.

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in London erwarten die Veranstalter vom 18. bis 26. Juni neben mehr als drei Millionen Besuchern rund 5000 Seglerinnen und Segler aus 50 Nationen zur weltgrößten Segelregatta auf der Kieler Förde.

«Alle unsere Teams mit ernsthaften olympischen Ambitionen werden am Start sein», kündigte Sportdirektorin Nadine Stegenwalner vom Deutschen Seglerverband (DSV) auf einer Pressekonferenz in Hamburg an.

Für die deutsche Olympia-Flotte hat der Auftritt im Heimat-Revier dreifache Bedeutung. Neben den begehrten Kieler-Woche-Titeln geht es beim siebten und letzten Segel-Weltcup der Saison um Punkte für die Gesamtwertung. Noch wichtiger aus deutscher Sicht: Während der Kieler Woche findet Teil zwei der dreiteiligen nationalen Olympia-Ausscheidung statt, die Anfang Juni im Olympia-Revier vor Weymouth beginnt und im Dezember mit der Weltmeisterschaft im australischen Perth endet.

«Wir gehen derzeit davon aus, dass wir bei der olympischen Regatta 2012 in allen zehn olympischen Segeldisziplinen vertreten sein werden und erwarten in einigen Klassen sehr spannende Ausscheidungen», sagte Stegenwalner. Vor allem in den Disziplinen Starboot und Laser konnten sich zuletzt mehrere deutsche Mannschaften des Audi Sailing Team Germany nah an die Weltspitze heranarbeiten. Vor Kiel könnten erste Vorentscheidungen im Ringen um die Olympia-Fahrkarten fallen.

Besonders spektakulär kommen zur Kieler Woche die Tornados daher, die um ihr olympisches Comeback kämpfen. Roland Gäbler, mehrfacher Weltmeister und Weltpräsident der Tornado-Klasse, sagte: «Wir präsentieren unseren Sport mit aufregenden Speed-Rennen in einer neuen Segelarena mitten in der Stadt.»

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