Das Genick schmerzt – Nachwirkung eines Motorrad-Unfalls im Februar. Jetzt übernimmt Badoer das Ferrari-Cockpit.

Nach seiner Formel-1-Karriere bestritt Michael Schumacher mehrere Motorrad-Rennen. Nicht immer gingen seine Stürze glimpflich aus. Im Februar zog er sich einige Knochenbrüche zu.
Nach seiner Formel-1-Karriere bestritt Michael Schumacher mehrere Motorrad-Rennen. Nicht immer gingen seine Stürze glimpflich aus. Im Februar zog er sich einige Knochenbrüche zu.

Nach seiner Formel-1-Karriere bestritt Michael Schumacher mehrere Motorrad-Rennen. Nicht immer gingen seine Stürze glimpflich aus. Im Februar zog er sich einige Knochenbrüche zu.

Reuters

Nach seiner Formel-1-Karriere bestritt Michael Schumacher mehrere Motorrad-Rennen. Nicht immer gingen seine Stürze glimpflich aus. Im Februar zog er sich einige Knochenbrüche zu.

Düsseldorf. Der Körper spielte offenbar nicht mit. Michael Schumacher hat sein Comeback in der Formel 1 abgesagt. "Ich bin zutiefst enttäuscht", bekannte der 40-Jährige auf seiner Internetseite. Die Spätfolgen einer Nackenverletzung nach einem schweren Motorrad-Unfall im Februar verhindern seinen Start als Ersatzmann des in Ungarn verunglückten Felipe Massa beim Großen Preis in Valencia am 23. August.

Der siebenmalige Champion enthüllte genau ein halbes Jahr nach dem Horror-Crash im spanischen Cartagena nun auch das Ausmaß seiner Verletzungen. Er habe sich damals "Brüche im Bereich Kopf und Hals" zugezogen, verriet er. "Er ist extrem aufgeschlagen, auf extremem Untergrund", sagte Schumachers Arzt, Dr. Johannes Peil. "Das ist man zunächst einmal froh, dass man das ohne Komplikationen übersteht.

"Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und die Fans."

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo reagierte enttäuscht: "Ich bin sehr unglücklich darüber, dass dieses Problem bedeutet, dass Michael nicht wieder Rennen fahren kann." Nun soll Testfahrer Luca Badoer (38), der in seinen bislang 49 Formel-1-Rennen punktlos blieb und zuletzt vor knapp zehn Jahren bei einem Grand Prix startete, den Ferrari steuern.

"Ein Schock!", jammerte die "Gazzetta dello Sport". "Niente Schumi" (Nix wird’s mit Schumi), stellte "Tuttosport" fest. Am Mittwoch will sich Schumacher bei einer Pressekonferenz in Genf erklären. "Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und all die Fans, die mir die Daumen gedrückt haben", erklärte er am Dienstag. Er habe alles getan, was in seiner Macht stehe. Sein lädierter Nacken könne jedoch "den extremen Belastungen der Formel 1 nicht standhalten".

Eigentlich wollte Schumacher am Dienstag und Mittwoch erneut mit einem zwei Jahre alten Scuderia-Boliden weitere Testrunden auf der Hausstrecke der Italiener in Mugello drehen. Doch die Beschwerden waren zu groß. "Schumi" zog daher den geplanten Abschluss-Check seiner Ärzte auf Montag vor - und musste danach Ferrari absagen. "Ich wäre gerne für Felipe eingesprungen. Jetzt bleibt mir nur, dem gesamten Team die Daumen für die nächsten Rennen zu drücken", teilte er mit.

"Ich habe gestern (Montag, d. Red.) Abend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali darüber informieren müssen, dass ich nicht für Felipe einspringen kann. Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem größten Bedauern klappt es nicht. Die Schmerzen im Nacken, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, haben wir leider nicht in den Griff bekommen - auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist."

Der Formel 1 geht damit auch das erhoffte Mega-Geschäft mit dem Comeback des Superstars verloren. Manager Weber hatte schon eine neue Fanartikel-Serie geplant, die Rennstrecken rechneten mit einem Zuschauer-Boom.

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