Siegreich
Timo Boll und seine Kollegen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Timo Boll und seine Kollegen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

dpa

Timo Boll und seine Kollegen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Stuttgart (dpa) - Timo Boll ließ zwei Tage nach Silvester die Sektkorken knallen. Der Tischtennis-Star, der zum Jahreswechsel ein gediegenes Gala-Dinner einer rauschenden Party vorgezogen hatte, warf alle Zurückhaltung über Bord.

Beim Final Four um den deutschen Tischtennis-Pokal feierte Boll ausgelassen den 3:0- Endspiel-Sieg gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen. Der klare Erfolg glich vor rund 3500 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena einem Spaziergang für das Team mit Timo Boll, Christian Süß und Patrick Baum. Der 29-jährige Boll, der in dieser Woche nach acht Jahren wieder die Spitze der Weltrangliste übernehmen wird, war einmal mehr eine Klasse für sich.

Dabei war der Weihnachtsspeck noch gar nicht ganz abtrainiert. «Bestimmt habe ich durch die viele 'Fresserei' das ein oder andere Kilo zugenommen», gestand der Rekord-Europameister. Für seinen Verein Borussia Düsseldorf bedeutet der Triumph nicht nur den 20. Cup-Gewinn, sondern auch einen Schnapszahl-Rekord: Der erfolgreichste Club Europas sicherte sich am zweiten Tag des neuen Jahres den 55. Titel der Vereinsgeschichte.

«55 ist eine tolle Zahl für ein tolles Team», schwärmte Manager Andreas Preuß nach den beeindruckenden Leistungen seiner Mannschaft, die im Halbfinale den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 3:1 ausgeschaltet hatte. «Düsseldorf hat praktisch drei Einser», sagte Ochsenhausens Präsident Rainer Ihle. Sein Team steht zwar auch im Viertelfinale der Champions League. Aber näher heran gekommen sind die Oberschwaben durch die Verpflichtung des Düsseldorfers Seiya Kishikawa nicht, der im Finale gegen seine alten Clubkollegen ohne Satzgewinn blieb.

Für Düsseldorf soll der Pokalsieg der erste von drei Titeln in dieser Saison sein. Das Team hat beste Chancen, das historische Triple aus nationalem Double und Champions League zu wiederholen. «Das ist unser Ziel», erklärte Boll und auch Manager Preuß äußerte sich optimistisch: «Man hat noch immer das Gefühl, da ist noch richtig Pfeffer.»

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