Zwei Standardsituation besiegeln die 0:2-Niederlage bei 1899 Hoffenheim.

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Raul wartet mit Schalke auch nach dem dritten Spiel immer noch auf einen Punktgewinn.

Raul wartet mit Schalke auch nach dem dritten Spiel immer noch auf einen Punktgewinn.

dpa

Raul wartet mit Schalke auch nach dem dritten Spiel immer noch auf einen Punktgewinn.

Sinsheim. Es war der erste Auftritt des neuen FC Schalke 04 nachdem die Transferperiode endete und Felix Magath seinen Wunschkader zusammengestellt hatte. Die Erwartungen an diese Mannschaft, die für über 30 Millionen Euro verstärkt wurde, waren groß.

Zu groß, wie sich am Freitag Abend beim Bundesligaspiel bei 1899 Hoffenheim herausstellte. Am Ende stand ein 2:0 für das Team von Trainer Ralf Rangnick und die Schalker Erkenntnis, dass auch große Namen keine plötzliche Heilung bringen können. Drei Niederlagen in Folge sind ein denkbar schlechter Saisonstart für einen selbst ernannten Titelanwärter.

Dabei hatte Felix Magath versucht, seine neuen Möglichkeiten im Kraichgau vor 30.150 Zuschauern auszuschöpfen. Mit Klaas-Jan Huntelaar als einzigem Angreifer und dem unmittelbar dahinter agierenden Raul versuchte der 57-Jährige das Spiel der Königsblauen variabler zu gestalten - was in der Anfangsphase auch gelang.

Raul und Huntelaar deuten an, dass sie gut harmonieren

Das spanisch-holländische Zusammenspiel wirkte abgestimmt, zügig und stellenweise auch gefährlich. Doch je länger das Spiel andauerte, desto besser fanden die Kraichgauer ihren Rhythmus und konnten diese Gefahrenquelle für ihr Spiel unterbinden. Und je öfter der Angriffsfluss der Angreifer unterbrochen wurde, je deutlicher konnten die Hoffenheimer die ganz große Schwäche der Schalker aufzeigen.

Das Defensivverhalten hat sich auch mit Nicolas Plestan in der Innenverteidigung nicht verbessert, weil die Spieler auf den Außenverteidigerpositionen zu häufig gegen die schnellen Hoffenheimer Offensivspieler Vedad Ibisevic, Demba Ba oder auch Peniel Mlapa überfordert waren. Auf der linken Abwehrseite patzte Hans Sarpei in der ersten Hälfte ein ums andere Mal und gewährte Ibisevic gleich zwei gute Einschussmöglichkeiten.

Christoph Metzelder spielte auf der rechten Seite

Auf der rechten Seite hatte Felix Magath den zuletzt in der Innenverteidigung überforderten Christoph Metzelder aufgeboten, wohl um ihn aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu nehmen. Doch der eigentliche Gefahrenherd war Metzelder selbst, der zahlreiche Stellungsfehler machte und nach der ersten Halbzeit, in der die Hoffenheimer verdient mit 1:0 durch einen Kopfball von Isaac Vorsah (37.) führten, ausgewechselt wurde.

Zumindest für zehn Minuten gelang es den Schalkern in der zweiten Hälfte, sich vom Druck der Hoffenheimer zu befreien. Klaas-Jan Huntelaar hatte den Ausgleichstreffer auf dem Kopf, aber Torhüter Tom Starke parierte glänzend.

Die Hoffenheimer waren aber die bessere Mannschaft. In der Schlussminute erzielte Sejad Salihovic per Freistoß das 2:0.

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