Der FC Schalke 04 hat vor dem Spiel gegen Tel Aviv viele Probleme. Eines davon ist Stürmer Jefferson Farfan.

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Schalkes Stürmer Jefferson Farfan plagt sich mit Problemen herum. (Archiv

Schalkes Stürmer Jefferson Farfan plagt sich mit Problemen herum. (Archiv

Reuters

Schalkes Stürmer Jefferson Farfan plagt sich mit Problemen herum. (Archiv

Gelsenkirchen. Am Tag nach seiner Rückkehr aus Peru - am vergangenen Freitag - war Jefferson Farfan bester Laune. Der 25-Jährige trainierte mit Elan, lachte viel und wirkte überaus motiviert.

Vielleicht wollte er die dunklen Wolken, die sich wieder einmal in seiner Heimat aufgrund seiner Extravaganz über ihm zusammenziehen, einfach hinweg lächeln. Denn der Angreifer des FC Schalke 04 scheint erneut über das Ziel hinaus geschossen zu sein.

In der Nationalelf war Farfan schon 2007 negativ aufgefallen

Nach der Niederlage gegen Panama soll Farfan nicht ins Bett, sondern schnurstracks mit zwei weiteren Teamkollegen ins Kasino gegangen sein. Bereits im Jahr 2007 war Farfan aufgrund von disziplinarischen Verfehlungen negativ aufgefallen.

Wenige Tage vor einem Länderspiel gegen Ecuador, das Peru deutlich mit 1:5 verlor, sollen er und Claudio Pizarro in einem Hotel ein rauschendes Fest gefeiert haben. Schon damals hatte ihn der Verband gesperrt.

Nach drei Jahren hatte der neue Nationalcoach Sergio Markarian aus Uruguay Farfan im vergangenen August begnadigt. Nun droht ihm der Ausschluss aus dem Nationalteam.

Ohnehin füllt Farfan bereits Wochen und Monaten nicht nur die Boulevardblätter Perus, weil er mit seiner ehemaligen Freundin Melissa Klug, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat, mitten in einem Unterhaltsstreit steckt.

Die 26-Jährige soll 20 Prozent von Farfans Gehalt (rund zwei Millionen Euro jährlich) für den Sohn, zehn Prozent für sich und damit 50 000 Euro monatlich fordern.

Gegen Stuttgart stand Farfan nicht im Schalker Kader

Bei der Einreise nach Peru war Farfan zuletzt sogar von der Einwanderungsbehörde festgehalten und in dieser Sache verhört worden. Gegen den VfB Stuttgart hatte Felix Magath seinen Offensivspieler nicht in den Teamkader berufen. "Dort sind ja ein paar Dinge bekannt geworden. Ich weiß nicht, ob man das alles so verkraftet", sagte der Trainer des FC Schalke 04 später etwas nebulös.

Es dürfte dem 57-Jährigen nicht ganz ungelegen kommen, sollte Peru auf die Dienste Farfans künftig verzichten. Denn dann könnte sich Farfan allein auf seinen Verein konzentrieren, die Reisestrapazen fielen weg.

Zuletzt hatte Magath den jungen Mann häufiger und ungefragt kritisiert. Bis zum Ende der Transferperiode gab es zudem deutliche Hinweise auf einen möglichen Tausch mit dem damaligen Spielmacher des VfL Wolfsburg, Zvjezdan Misimovic. Doch Farfan schien Magath dann durch gute Leistungen doch noch überzeugt zu haben.

Die neuerlichen Meldungen aus Peru dürften den Vorstellungen des Trainers über eine professionelle Berufseinstellung allerdings zuwider sein. Am Mittwochabend in der Champions League gegen Hapoel Tel Aviv soll Jefferson Farfan wieder im Kader der Schalker stehen. Er muss dann Kredit zurückgewinnen.

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