Der Verein hat den Vertrag mit Viagogo gekündigt. Fans hatten erhöhte Eintrittspreise befürchtet.

Alexander Jobst, Marketingvorstand von Schalke 04.
Alexander Jobst, Marketingvorstand von Schalke 04.

Alexander Jobst, Marketingvorstand von Schalke 04.

dpa

Alexander Jobst, Marketingvorstand von Schalke 04.

Gelsenkirchen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Schalke 04 diese Entscheidung treffen würde. Der Ruhrgebietsklub hat am Dienstag die Zusammenarbeit mit der Online-Ticketbörse Viagogo fristlos aufgekündigt. Dabei war der Vertrag zwischen Klub und Unternehmen erst seit dem 1. Juli gültig.

Allerdings hatte diese Zusammenarbeit von Beginn an Kritik der Mitglieder und Fans, die sich in der Initiative „viaNOgo“ organisiert hatten, hervorgerufen. Sie sahen darin den Pakt mit dem Teufel, weil sie befürchteten, völlig überhöhte Preise für die Karten zahlen zu müssen. Für den Klub wäre es ein gutes Geschäft geworden: Für den ursprünglich auf drei Jahre datierten Vertrag sollten die Schalker 1,2 Millionen Euro jährlich vom Unternehmen erhalten. Dafür sollten sie Viagogo für Heimspiele jeweils 3000 Tickets überlassen.

Viagogo hat sich wohl nicht an Vertragsbedingungen gehalten

Trotz aller Beteuerungen der Klubführung, eine Preisbremse in den Vertrag eingebaut zu haben, konnten die Bedenken der Fans nicht ausgeräumt werden. Wohl zurecht, wie sich jetzt herausstellt. Denn Viagogo habe von Beginn an vertragliche Regelungen trotz mehrfacher Aufforderungen nicht eingehalten, teilte Schalke mit. „Der Vorstand des FC Schalke 04 hat seinen Vereinsmitgliedern auf der Jahreshauptversammlung sein Wort gegeben, genau zu prüfen, ob die Vertragsinhalte umgesetzt werden. Wir haben unser Wort gehalten“, erklärte Marketingvorstand Alexander Jobst, der diesen Vertrag vorrangig auf den Weg gebracht hatte, gestern. Damit dürfte sich die zuletzt außerordentlich aufgeheizte Stimmung rund um den Revierklub wieder abkühlen.

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