Melbourne-Siegerin
Sabine Ellerbrock ist nach ihrem Sieg wieder die Nummer eins im Rollstuhltennis. Foto: Franck Robichon

Sabine Ellerbrock ist nach ihrem Sieg wieder die Nummer eins im Rollstuhltennis. Foto: Franck Robichon

dpa

Sabine Ellerbrock ist nach ihrem Sieg wieder die Nummer eins im Rollstuhltennis. Foto: Franck Robichon

Melbourne (dpa) - Lange Zeit zum Feiern hatte Sabine Ellerbrock nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel nicht. Noch am Samstagabend flog die 38-Jährige zurück in die Heimat.

Ab Montag ist sie am Bielefelder Gymnasium Am Waldhof wieder als Lehrerin gefordert. Die Niere steht in der vierten und fünften Stunde auf dem Biologie-Plan der Einführungsphase.

Dabei hätte Deutschlands beste Rollstuhl-Tennisspielerin allen Grund dazu gehabt, Party zu machen. Schließlich gewann sie durch ein 3:6, 6:4, 6:2 im Finale gegen die Japanerin Yui Kamiji nicht nur zum ersten Mal die Australian Open in Melbourne. Mit dem Erfolg kehrte sie auch auf Platz eins der Weltrangliste zurück. «Das ist natürlich ein schöner Nebeneffekt», sagte Ellerbrock, die im vergangenen Jahr die French Open gewonnen hatte.

Seit dem Rücktritt der Niederländerin Esther Vergeer ist das Rollstuhltennis bei den Damen so offen wie nie. Ellerbrock will ihren Aufwand deshalb noch weiter erhöhen und hofft darauf, durch eine Teamteaching-Lösung an ihrer Schule mehr Zeit für ihren Sport zu haben. «Bislang richtet sich mein Turnierplan nach den Ferien.» Das große Ziel sind die Paralympics in Rio de Janeiro 2016. Doch erst einmal geht es am Montag wieder um die Niere.

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