Verhandlungen mit der Europäischen Rundfunk Union laufen.

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Das Peloton auf dem Weg in Richtung Eifelturm. Bilder wie diese werden voraussichtlich auch in den nächsten Jahren auf ARD und ZDF zu sehen sein.

Das Peloton auf dem Weg in Richtung Eifelturm. Bilder wie diese werden voraussichtlich auch in den nächsten Jahren auf ARD und ZDF zu sehen sein.

dpa

Das Peloton auf dem Weg in Richtung Eifelturm. Bilder wie diese werden voraussichtlich auch in den nächsten Jahren auf ARD und ZDF zu sehen sein.

Leipzig. Die ARD setzt zur Rolle rückwärts an: Der öffentlich-rechtliche TV-Sender wird offenbar doch live von der Tour de France berichten. "Selbstverständlich wird es eine Berichterstattung geben, wenn auch Art und Umfang noch offen sind. Der Beschluss vom Oktober war ein Ausstieg aus der breitflächigen Live-Berichterstattung", sagte ARD-Radsportsprecher Peter Meyer. Live-Berichte in kleinerem Rahmen von etwa täglich einer Stunde sind "im Grundsatz" denkbar.

Der Sender hat sich mit seinem frühzeitigen Ausstieg offenbar verkalkuliert. Es war scheinbar Irrglaube, dem Vertrag zwischen dem Tour-Veranstalter ASO und der Europäischen Rundfunk-Union (EBU) nicht beigetreten zu sein. "Darüber laufen zurzeit Gespräche. Dem zu erwartenden Ergebnis will ich nicht vorgreifen", sagte Meyer. Der Vertrag zwischen ASO und EBU, der ARD und ZDF angehören, war kurz vor der vergangenen Tour über drei Jahre bis 2011 geschlossen worden.

ARD und ZDF zahlen 20 Millionen für die Tourrechte bis 2011

EBU-Präsident Fritz Pleitgen hatte bereits mehrfach erklärt, dass die Union im Januar 2008 verbindlich zu Verhandlungen beauftragt worden sei. Die Rechte kosten die beiden öffentlich-rechtlichen Sender für den Zeitraum etwa 20Millionen Euro. Im Gegensatz zur ARD hat sich das ZDF stets zu dem Vertrag bekannt und will die Tour ebenfalls live übertragen, wenn das Erste dies tut. "Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wir warten, bis sich die ARD äußert, und stellen unsere Planungen bis dahin zurück", sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz. Allein wolle das ZDF aber auf keinen Fall Live-Bilder zeigen. "Das ist nicht nur eine Kosten- sondern auch eine Programmfrage", sagte Gruschwitz. Man könne nicht drei Wochen lang jeden Nachmittag Radsport übertragen.

Wann sich ARD, ZDF und EBU einigen, steht noch in den Sternen. Man habe laut Meyer ständigen Kontakt. Sein Kollege Gruschwitz mahnt zur Eile, schließlich müsse die technische Produktion der Tour-Übertragung frühzeitig geplant werden. Zudem finden bereits im April die Frühjahrs-Klassiker in den Benelux-Ländern statt. Diese sind zwar nicht mehr Bestandteil des EBU-Vertrages, doch die ARD hatte von einigen Rennen stets Bilder gezeigt. Ob die Radsport-Fans in diesem Jahr in die Röhre schauen oder nicht, soll erst entschieden werden, wenn die Umstände um die Tour de France geklärt sind.

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