Frank Stäbler kann wegen einer Knieoperation nicht bei der EM mitkämpfen. Foto: Orestis Panagiotou
Frank Stäbler kann wegen einer Knieoperation nicht bei der EM mitkämpfen. Foto: Orestis Panagiotou

Frank Stäbler kann wegen einer Knieoperation nicht bei der EM mitkämpfen. Foto: Orestis Panagiotou

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Frank Stäbler kann wegen einer Knieoperation nicht bei der EM mitkämpfen. Foto: Orestis Panagiotou

Tiflis (dpa) - Im Dauerringen um den Olympia-Verbleib stehen die Mattenkämpfer bei der EM in Tiflis erstmals im Fokus der IOC-Exekutive. Bevor die Ringer den «Sport Palace LTD» betreten, tagten die Funktionäre im Kongress des Europäischen Ringer-Verbandes (CELA).

Dabei wurde der Generalsekretär des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), Karl-Martin Dittmann, von zwölf Kandidaten gleich im ersten Wahlgang direkt in die CELA-Exekutive gewählt.

FILA-Interimspräsident Nenad Lalovic hielt zuvor eine flammende Rede und rief die Nationen zur Einigkeit auf. Zudem stellte der Boss des weltverbandes (FILA) das neue Reformpaket, Regeländerungen und den verstärkten Anti-Doping-Kampf vor. «Wir hatten unseren Sport nicht modernisiert. Wir waren im Tiefschlaf und sind jetzt wieder aufgewacht», sagte der Serbe der Nachrichtenagentur dpa.

Die Ringer werden dann wohl zum letzten Mal bei einer EM der enormen Macht der Mattenrichter ausgesetzt. Diese werde zukünftig dank mehr Transparenz in den Regeln in ihren Handlungen und Entscheidungen eingeschränkt. «Ein Sport ohne verständliche Regeln hat keine Zukunft», meinte Lalovic und stellte neue Regeln für 2014 in Aussicht.

Spätestens dann wird auch Frank Stäbler wieder auf der Matte stehen. Der Europameister vom TSV Musberg wird seinen Titel nicht verteidigen können. Unmittelbar nach dem Gewinn des deutschen Meistertitels in der Kategorie bis 66 Kilogramm unterzog er sich einer Knieoperation. «Er hatte einen Meniskusanriss und konnte nur unter Schmerzen kämpfen», meinte DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis, der seinen Hoffnungsträger im griechisch-römischen Stil nun für die WM im September in Budapest vorbereiten will.

Den freien Platz sicherte sich Sven Dürrmeier (SV Johannis Nürnberg) im Ausscheidungskampf gegen Benjamin Raiser (ASV Nendingen). Verletzungsbedingt muss Bundestrainer Michael Carl im griechisch-römischen Stil zudem auf Oliver Hassler (96 kg/RG Hausen-Zell) und Schwergewichtler Ralf Böhringer (120 kg/VfK Schifferstadt) verzichten. Felix Radinger (96 kg/TSV Gailbach) und Eduard Popp (120 kg/VfL Neckargartach) werden die beiden angeschlagenen Ringer ersetzen.

Der neue Freistil-Bundestrainer Sven Thiele kann dagegen mit Bestbesetzung antreten und auch auf die beiden Olympia-Teilnehmer Tim Schleicher (60 kg/SV Johannis Nürnberg) und Nick Matuhin (120 kg/1. Luckenwalder SC) zurückgreifen. Allerdings hatte Superschwergewichtler Matuhin bis zuletzt mit einem Bänderriss im Fuß zu kämpfen.

Bei den Frauen schickt das neu gegründete Trainerteam Nicolae Ghita, Alexandra Engelhardt und Patrick Loes ein junges, hoffnungsvolles Team nach Georgien, das von der WM-Bronzemedaillengewinnerin Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker) angeführt wird.

Das deutsche Aufgebot für die EM:

Griechisch-römischer Stil: 55 kg: Fabian Schmitt (SV Joh. Nürnberg) 60 kg: Erik Weiß (RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder) 66 kg: Sven Dürrmeier (SV Johannis Nürnberg) 74 kg: Pascal Eisele (SV Fahrenbach) 84 kg: Ramzin Azizsir (ASV Hof) 96 kg; Felix Radinger (TSV Gailbach) 120 kg: Eduard Popp (VfL Neckargartach)

Freistil, Männer: 55 kg: Emanuel Krause (1. Luckenwalder SC) 60 kg: Tim Schleicher (SV Johannis Nürnberg) 66 kg: Martin Daum (KSV Seeheim) 74 kg: Georg Harth (TKSV Bonn-Duisdorf) 84 kg: Gabriel Seregelyi (KSC Hösbach) 96 kg: William Harth (ASV Mainz 88) 120 kg: Nick Matuhin (1. Luckenwalder SC)

Freistil, Frauen: 48 kg: Jaqueline Schellin (TV Mühlacker) 51 kg: Eileen Friedrich (RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder) 55 kg: Laura Mertens (AC Ückerath) 59 kg: Luisa Niemesch (SV Weingarten) 63 kg: Nadine Weinauge (KSK Furtwangen) 67 kg: Aline Focken (KSV Krefeld) 72 kg: Maria Selmaier (KSC Motor Jena)

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