Karlsruhe (dpa) - Mit einer souveränen Leistung im Final-Rückkampf haben die Ringer des SV Germania Weingarten erstmals den deutschen Mannschaftsmeistertitel gewonnen. In Karlsruhe bezwangen die Schützlinge von SVG-Trainer Frank Heinzelbecker die RWG Mömbris-Königshofen mit 22:14.

Vor mehr als 4000 Zuschauern stellte Weingarten schon in den ersten Kämpfen die Weichen auf Sieg. «Es hat alles gestimmt, wir waren von Beginn an konzentriert, jeder hat das Beste gegeben», sagte Heinzelbecker.

Bereits im Hinkampf vor einer Woche in Aschaffenburg hatte der SV Weingarten mit einem 21:16 für ein Fünf-Punkte-Polster gesorgt. Die Freistiler Johannes Kessel (120 kg), Marcel Ewald (60 kg) sowie die Greco-Ringer Melonin Noumonvi (96 kg) und Ionut Panait (66 kg) sorgten schon zur Pause für einen 13:6-Vorsprung. Für die RWG konnten sich nur Ceyhun Zaidov (55 kg/GR), Saba Bolaghi (66 kg/FR) und Paata Nozadze (74 kg/FR) in die Siegerliste eintragen, wobei Saba Bolaghi ein spektakulärer Schultersieg in Runde vier gelang.

Den Sieg perfekt machten dann Bekhan Kurkiev (84 kg/FR), Rene Zimmermann (84 kg/GR) und Adam Juretzko (74 kg/GR). «Jeder hat seinen Teil zum Sieg beigetragen, alle haben taktisch ihre Linie eingehalten», bilanzierte Heinzelbecker. Der Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), Manfred Werner, sah die beiden Finals mit insgesamt knapp 9000 Zuschauern als Steilvorlage für die EM Ende März in Dortmund und hofft dort auf eine ähnliche Ringkampfstimmung.

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