Leverkusen gibt in Bremen den Sieg aus der Hand, bleibt aber im 23. Spiel ungeschlagen.

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Torschützen im Luftkampf: Leverkusens Eren Derdiyok (l.) erzielte das erste, Per Mertesacker das letzte Tor.

Torschützen im Luftkampf: Leverkusens Eren Derdiyok (l.) erzielte das erste, Per Mertesacker das letzte Tor.

dpa

Torschützen im Luftkampf: Leverkusens Eren Derdiyok (l.) erzielte das erste, Per Mertesacker das letzte Tor.

Bremen. Bayer Leverkusen bleibt in der Fußball-Bundesliga ungeschlagen und hat damit den Startrekord von Bayern München aus der Spielzeit 1988/89 mit 23 Spielen ohne Niederlage eingestellt. Damals unter dem Trainer Jupp Heynckes. Doch so richtig zufrieden waren die Leverkusener mit dem 2:2 (1:1) bei Werder Bremen nicht. "Wenn man in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert, dann ist das gefühlt schon fast eine Niederlage", sagte Verteidiger Manuel Friedrich. Erstmals mussten er in der Liga ohne seinen gelbgesperrten Abwehrchef Sami Hyypiä auskommen. Nur ein einziges Mal fehlte der Finne bisher - wegen einer Grippe. Prompt schied Leverkusen durch ein 1:2 in Kaiserslautern im DFB-Pokal aus. Und als er nach einem 2:0-Vorsprung beim Spiel in Schalke eine Viertelstunde vor Schluss verletzungsbedingt passen musste, stellte sich ein heillosen Durcheinander in der Abwehr ein. Schalke glich aus und luchste Leverkusen einen Punkt weg.

Am Sonntag war es also Bremens Innenverteidiger Per Mertesacker, der eine Flanke des fleißigen Marin zum 2:2 einköpfte. "Wir haben uns zu sehr hinten rein drängen lassen", sagte Friedrich und ergänzte: "Wenn wir es über die Zeit bekommen hätten, dann hätten wir alles richtig gemacht." So verteidigte Leverkusen vor 37100 Zuschauern durch Tore von Derdiyok (29.) und Kroos (57.) zwar die Tabellenführung, konnte den Vorsprung auf die Bayern nach den Gegentreffern von Pizarro (34.) und Mertesacker nicht ausbauen. "Wir wollten hier gewinnen, denn schließlich sind wir Tabellenführer. Mit dem Unentschieden können wir nicht zufrieden sein", sagte Toni Kroos.

Das selbstbewusste Denken seiner Spieler freut den Trainer. "Die Jungs sind mit einem Punkt in Bremen nicht mehr zufrieden, obwohl Werder inzwischen wieder viel stärker ist, als noch bei seiner Niederlage gegen die Bayern vor vier Wochen. Das zeigt, dass meine Spieler ihr Anspruchsniveau gesteigert haben und da wollte ich sie auch hin bekommen", sagte ein zufriedener Jupp Heynckes und Toni Kroos ergänzte: "Es ist schade, dass wir nicht gewonnen haben, damit können wir uns nicht aufhalten."

Adler und Wiese leisten sich dicke Patzer bei den Toren

Während Kroos im Mittelfeld gegen den einmal mehr enttäuschenden Mesut Özil Sieger blieb, endete das Duell der beiden deutschen Nationaltorhüter remis. Allerdings auf einem Niveau, dass Bundestrainer Joachim Löw die Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Während Wiese bei beiden Leverkusener Treffern nicht gut aussah, patzte René Adler entsetzlich, als ihm Naldos Feistoß durch die Beine trudelte und Pizarro abstaubte. "Ganz klar mein Fehler. Aber Fehler gehören zum Spiel", sagte Adler.

Leverkusens Spieler halten sich mit Rückschlägen nicht mehr auf. Sie gehen unbeirrt ihren Weg - Richtung Meisterschaft?

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