Derby-Meeting
Ein Rennpferd läuft bei einem Rennen beim 144. Deutschen Derby-Meeting in Hamburg. Foto: Malte Christians

Ein Rennpferd läuft bei einem Rennen beim 144. Deutschen Derby-Meeting in Hamburg. Foto: Malte Christians

dpa

Ein Rennpferd läuft bei einem Rennen beim 144. Deutschen Derby-Meeting in Hamburg. Foto: Malte Christians

Hamburg (dpa) - Der Hengst Lucky Speed ist der 144. Derbysieger in der Geschichte des deutschen Turfs. Nach einem Glanzritt seines Jockeys Andrasch Starke entschied der 59:10-Mitfavorit das mit 770 000 Euro dotierte Rennen um das begehrte Blaue Band auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn für sich.

Seinem Namen getreu mit viel Tempo hing Lucky Speed auf der Zielgeraden aus hinteren Regionen kommend das Feld ab und gewann nach 2400 Metern mit einer dreiviertel Länge Vorsprung. Für Starke war es schon der sechste Derbysieg.

Der aus Frankreich angereiste Tres Blue wurde unter Jockey Fabrice Veron Zweiter. Rang drei ging an den krassen Außenseiter Nordvulkan, der mit Jozef Bojko vom letzten Platz aus fast noch eine Sensation geschafft hätte. Der als Topfavorit in das Rennen gegangene Ivanhowe aus dem Gestüt Schlenderhan wurde vor 23 000 Zuschauern lediglich Achter. «Der Boden war zu fest für ihn», urteilte Trainer Wilhelm Giedt. Schlenderhan verpasste damit den erhofften 19. Gewinn des Blauen Bandes deutlich.

Das durch die Weltklasse-Stute Danedream in den letzten Jahren sogar weltweit in die Schlagzeilen gekommene Team von Trainer Peter Schiergen (Köln) und Jockey Starke gewann mit Lucky Speed damit ein weiteres Turf-Großereignis. Schiergen holte zum vierten Mal ein Deutsches Derby in seinen Stall. «Lucky Speed hat sich von Start zu Start verbessert. Wir wussten immer, dass er ein gutes Pferd ist, haben ihn aber ganz behutsam aufgebaut. Und dann heute im Rennen darauf vertraut, dass er seinen Speed wirklich zeigen kann.»

Andrasch Starke war nach seinem sechsten Derby-Triumph überglücklich. «Von solchen Siegen kann man gar nicht genug kriegen. Ich freue mich unheimlich», sagte der in Hanstedt nahe Hamburg geborene Ausnahmejockey strahlend. Und ergänzte: «Je älter man wird, umso mehr weiß man das zu schätzen.» Im Alter von 39 Jahren hat der Familienvater, der im vergangenen Jahr Vater eines Sohnes geworden war, bereits seinen 20. Derby-Ritt absolviert. «Irgendwie habe ich eine Gabe, dass es in Hamburg besonders oft klappt mit dem Gewinnen», merkte er augenzwinkernd an.

390 000 Siegprämie für Lucky Speeds Derbysieg kassierte der Stall Hornoldendorf von Arend Oetker. Der Inhaber der Schwartauer Werke erlebte den Erfolg am Sonntag nicht live mit. Er verfolgte das Rennen auf Sardinien.

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