Mühlen (dpa) - Paul Schockemöhle wird am 30. November den neuen Reiter des Dressur-Pferdes Totilas vorstellen. Der Unternehmer aus dem niedersächsischen Mühlen lud zu einer Präsentation ein.

Der ehemalige Europameister der Springreiter hatte den Hengst, der in der Szene als «Wunder-Pferd» gilt, vor einigen Wochen für rund zehn Millionen Euro in den Niederlanden gekauft. Angaben zu dem neuen Reiter wollte Schockemöhle nicht machen. «Alle Details werden am Dienstag veröffentlicht», sagte der Unternehmer. «Bis dahin sage ich nichts dazu. So ist die Abmachung.»

Schockemöhle bevorzugt nach eigenen Aussagen einen deutschen Reiter, der für das Recht zahlen soll, Totilas zu reiten. Als Topkandidat galt bisher Matthias-Alexander Rath, der als einziger öffentlich Interesse bekundet hatte. Totilas gewann mit dem Niederländer Edward Gal in den USA drei WM-Titel.

In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Reiterinnen abgewunken: Isabell Werth, die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt, hatte kein Interesse an Totilas gezeigt. Auch die Dressurreiterinnen Nadine Capellmann und Ulla Salzgeber erklärten, dass sie den Hengst im Besitz von Paul Schockemöhle nicht reiten wollen. «Totilas wäre unter keinen Umständen eine Option für mich», sagte Capellmann in München. Die Doppel-Weltmeisterin von 2002 meinte: «Dieses Pferd ist zu hoch dekoriert, da kann man nur verlieren.»

«Mich hat noch keiner gefragt, ob ich Totilas reiten will. Aber das ist für mich keine Alternative, schon weil mir das nötige Kleingeld fehlt», sagte die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin Salzgeber. Sanneke Rothenberger, mehrfache U-21-Europameisterin, kommt nach Angaben ihres Vaters ebenfalls nicht für Totilas infrage.

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