UCI-Chef
Pat McQuaid ist der Präsident der UCI. Foto: Salvatore Di Nolfi

Pat McQuaid ist der Präsident der UCI. Foto: Salvatore Di Nolfi

dpa

Pat McQuaid ist der Präsident der UCI. Foto: Salvatore Di Nolfi

Berlin (dpa) - Der Radsport-Weltverband UCI hat sich gegen jüngste Vorwürfe von Anti-Doping-Behörden gewehrt und die eigene Kommission zur Aufarbeitung der Ära Lance Armstrong zurechtgewiesen. «Die Aufgabe dieser Kommission ist es nicht, Doping-Beichtstuhl zu sein», betonte die UCI.

Vielmehr solle das dreiköpfige Gremium den in dem umfangreichen USADA-Bericht gegen Armstrong vorgebrachten Hinweisen auf Komplizenschaft innerhalb des Weltverbandes nachgehen.

Zuvor hatten die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und die US-Agentur USADA ihre Kooperation mit der Kommission abgelehnt, da sie weder deren Unabhängigkeit gewährleistet noch mögliche Kronzeugen geschützt sahen. Die Kommission selbst hatte daher gefordert, ihre Befugnisse auszuweiten. Dies lehnte die UCI ab und verwies auf den WADA-Code, der Modifikation nicht zulasse. Sollten alle olympischen Sportarten die Anti-Doping-Bestimmungen ändern, würde das auch der Radsport tun.

Zugleich schaltete die UCI wie schon 2012 angekündigt eine Hotline frei, bei der sich Radprofis anonym mit Fragen zum Anti-Doping-Kampf oder Hinweisen über beobachtete Vergehen melden können.

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