UCI-Präsident
Pat McQuaid ist nicht mehr bei der WADA involviert. Foto: Salvatore di Nolfi

Pat McQuaid ist nicht mehr bei der WADA involviert. Foto: Salvatore di Nolfi

dpa

Pat McQuaid ist nicht mehr bei der WADA involviert. Foto: Salvatore di Nolfi

Aigle (dpa) - Pat McQuaid, Präsident des Welt-Radsport-Verbandes UCI, hat seinen Sitz im Exekutiv-Komitee der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA verloren. Das bestätigte die UCI.

Der nicht erst seit der Doping-Affäre Lance Armstrong heftig umstrittene Ire saß als Vertreter der olympischen Sommersportarten (ASOIF) in dem Gremium. McQuaid, der sich als Chef des ins Gerede gekommenen Weltradsports mit Rücktrittsforderungen konfrontiert sieht, ist bei der WADA durch den Mediziner Ugur Erdener ersetzt worden. Der Präsident des NOK der Türkei steht dem Weltverband der Bogenschützen vor.

«Dass McQuaid zum 1. Januar ausscheidet, war seit November klar. Weil die WADA an einem neuen Code arbeitet, wollten sie an dieser Stelle lieber einen Mediziner haben», erklärte UCI-Sprecher Enrico Carpani der Nachrichtenagentur dpa. McQuaid musste auch seinen Sitz im WADA-Gründungsrat räumen.

WADA und UCI liegen seit Jahren im Clinch. Die Welt-Agentur warf dem Dachverband oft zu nachlässiges Vorgehen in Dopingfällen vor. Bei den Olympischen Spielen in London hatte McQuaid erklärt, die WADA und US-Anti-Doping-Agentur USADA würden gegen die UCI arbeiten. Die USADA hatte Armstrong wegen Dopings auf Lebenszeit gesperrt und dessen sieben Tour-Siege kassiert. Die UCI segnete die Strafe ab.

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