Tour-Sieger
Jan Ullrich (l) und Bjarne Riis gewannen im Team Deutsche Telekom die Frankreich-Rundfahrt. Foto: Gero Breloer

Jan Ullrich (l) und Bjarne Riis gewannen im Team Deutsche Telekom die Frankreich-Rundfahrt. Foto: Gero Breloer

dpa

Jan Ullrich (l) und Bjarne Riis gewannen im Team Deutsche Telekom die Frankreich-Rundfahrt. Foto: Gero Breloer

Bonn (dpa) - Die Deutsche Telekom hat zufrieden auf das Urteil des CAS gegen ihren ehemaligen Rad-Star Jan Ullrich reagiert.

Die Verurteilung durch den Internationalen Sportgerichtshof «unterstreicht, dass die Entscheidung der Teamleitung 2006 richtig war, sich von Jan Ullrich zu trennen», teilte der Konzern auf Anfrage mit. Der Fall sei für die Telekom damit erledigt. Eine Schadensersatzforderung an Ullrich werde es nicht geben, hieß es.

Die Telekom hatte nach mehreren Dopingfällen «im Jahr 2007 entschieden, unser Engagement zu beenden, weil wir trotz aller Bemühungen erkennen mussten, dass der Profi-Radsport nicht bereit ist, das Thema Doping ernsthaft anzugehen», so der Konzern.

Ullrich, der 1997 im Trikot der Bonner als erster und bislang einziger Deutscher die Tour de France gewonnen hatte, war am Donnerstag vom CAS wegen Blutdopings rückwirkend gesperrt worden. Zudem wurden dem gebürtigen Rostocker sämtliche Ergebnisse vom 1. Mai 2005 bis zu seinem Karriereende 2007 gestrichen. Wenige Stunden nach der Entscheidung gab Ullrich eine Erklärung ab, in der er den Kontakt zum Doping-Arzt Eufemiano Fuentes einräumte, sich aber nicht explizit zu Doping-Missbrauch bekannte. Bislang hatte er stets betont, «nie jemanden betrogen» zu haben.

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