Gratulation
Mark Cavendish (l) gratuliert Matthew Goss zum Sieg des Wohltätigkeits-Kriteriums.

Mark Cavendish (l) gratuliert Matthew Goss zum Sieg des Wohltätigkeits-Kriteriums.

dpa

Mark Cavendish (l) gratuliert Matthew Goss zum Sieg des Wohltätigkeits-Kriteriums.

Adelaide (dpa) - Ein Massensturz in der vorletzten Kurve hat den ersten Showdown der Topsprinter Mark Cavendish und André Greipel in Australien verhindert. Beide Radprofis blieben bei dem Wohltätigkeitskriterium über 51 Kilometer ohne Blessuren.

Der Crash im Finale bremste aber ihre Fahrt entscheidend, so dass andere um den Sieg spurteten. Cavendishs Teamkollege Matthew Goss aus Australien nutzte die Gunst der Stunde und gewann in Adelaide das Rennen zugunsten der Flutopfer in Queensland.

Das Kriterium sollte einen Vorgeschmack auf die 13. Tour Down Under geben, bei der Tour-de-France- Rekordsieger Lance Armstrong zum letzten Mal außerhalb der USA startet. In einem Rückblick auf sein an gleicher Stelle gestartetes Comeback 2009 hatte Armstrong vor dem Start zugegeben, dass er von seinem dritten Platz bei der Tour de France 2009 tief enttäuscht war: «Ich hätte ehrlich gedacht, zum achten Mal gewinnen zu können.»

Am Sonntag hielt sich Armstrong im Schlussspurt zurück und tat wegen des Sturzes auch gut daran. Er erreichte das Ziel als 68. mit 23 Sekunden Rückstand. Noch sieben Sekunden länger brauchte der 15-malige Tour-Etappensieger Cavendish, der zwar nicht zu Fall, aber völlig aus dem Rhythmus kam.

Trotz des Sturzes feierte Cavendishs US-Team HTC Columbia einen Doppelsieg. Hinter Goss, der als härtester Konkurrent des Vorjahressiegers André Greipel im Kampf um den Gesamtsieg gehandelt wird, sprintete der Cavendish-Anfahrer Mark Renshaw vor Altmeister Robbie McEwen (RadioShack) auf den zweiten Platz.

Greipel (Omega-Team/Hürth), im Vorjahr dreifacher Etappensieger in Australien, und Gerald Ciolek (Quick Step/Pulheim) hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Greipel, seinem ehemaligen Teamkollegen Cavendish in starker Abneigung verbunden, wurde 15., der ehemalige Milram-Profi Ciolek belegte Platz 35.

«In den letzten Kurven geht es hier immer ein bisschen verrückt zu. Ich weiß nicht, wer für den Sturz verantwortlich war. Wichtig für mich war heute zu sehen, dass meine Mannschaft vorne viel gearbeitet hat und meinen Sprintfähigkeiten vertraut. Ab Dienstag wird man sehen, wo ich stehe - das Training zuletzt bei uns zu Hause war wegen des Winterwetters nicht leicht», sagte Greipel. Sein Teamkollege Olivier Kaisen setzt schon große Hoffnungen auf die erste Etappe: «Da ist die Zielgerade leicht ansteigend - das liegt André.»

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