Termoli (dpa) - Radprofi Thomas Lövkvist hat den Freifahrtschein für Alberto Contador trotz des schwebenden Doping-Verfahrens kritisiert.

Der Schwede ist nicht einverstanden damit, dass der bei der vergangenen Tour de France positiv auf Clenbuterol getestete Spanier bis zur endgültigen Entscheidung über eine Dopingsperre weiter Rennen bestreiten darf.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat ein Urteil im Fall des dreifachen Toursiegers im Juni angekündigt. Contador droht eine Zweijahressperre und die Aberkennung aller Erfolge seit Juli 2010. Auch sein möglicher zweiter Giro-Sieg nach 2008 würde nur unter Vorbehalt bis zum CAS-Urteil gelten.

Lövkvist vom britischen Sky-Team forderte eine Überarbeitung des Anti-Doping-Regelwerks. «Nach jetzigem Stand der Regeln hat er das Recht, hier zu sein. Aber es ist so nervend, wenn er in drei Wochen gesperrt werden sollte und alle seine Ergebnisse gestrichen würden», sagte der 27-jährige Schwede der Nachrichtenagentur TT.

«Wer weiß, wie am Sonntag die Etappe geendet hätte, wenn er nicht dabei gewesen wäre», sagte Lövkvist am Giro-Ruhetag, den Contador nach seinem eindrucksvollen Erfolg am Sonntag auf dem Ätna im Rosa Trikot mit bereits sicherem Abstand zu seiner Konkurrenz genießen konnte. Am Sonntag hatte Lövkvist 3:27 Minuten auf den umstrittenen Spanier verloren.

Contador gewann nach dem Freispruch durch den Spanischen Verband RFEC die Murcia- und die Katalonien-Rundfahrt. Bisher gelangen dem 28-jährigen Madrilenen sieben Saisonsiege.

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