Hans-Michael Holczer will den Fall Erik Zabel nicht bewerten. Foto: Daniel Bockwoldt
Hans-Michael Holczer will den Fall Erik Zabel nicht bewerten. Foto: Daniel Bockwoldt

Hans-Michael Holczer will den Fall Erik Zabel nicht bewerten. Foto: Daniel Bockwoldt

dpa

Hans-Michael Holczer will den Fall Erik Zabel nicht bewerten. Foto: Daniel Bockwoldt

Berlin (dpa) - Hans-Michael Holczer lehnt als Berater des russischen Katusha-Radrennstalls eine Bewertung des Falls Erik Zabel ab.

«Ich will mich nicht zu einzelnen Personen äußern. Ich habe auf die Entscheidungen auch keinen Einfluss. Zu der Geschichte bin ich nicht befragt worden», sagte der frühere Gerolsteiner-Teamchef der Nachrichtenagentur dpa. Holczer war bis Ende 2012 noch Generalmanager des russischen Teams, bei dem Zabel als Sportdirektor angestellt ist.

Im Untersuchungsbericht der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats wurde Zabels Dopingkontrolle vom 12. Juli 1998 einem positiven Wert auf das Blutdopingmittel EPO in den Nachanalysen 2004 zugewiesen. Zabel hatte bei seinem Geständnis am 24. Mai 2007 noch ausgesagt, dass er nur für eine Woche bei der Tour de France 1996 EPO ausprobiert, aber nicht vertragen habe.

Dass Zabel beim umstrittenen russischen Team tatsächlich Konsequenzen zu fürchten hat, ist eher unwahrscheinlich. Teamchef ist der russische Ex-Profi Wjatschweslaw Jekimow, der als treuer Helfer von Lance Armstrong lange Jahre im Doping-Rennstall US Postal fuhr.

Dass die Namen der betroffenen Fahrer veröffentlich worden sind, sieht Holczer als «zweischneidig» an. «Einerseits schafft es Unsicherheit, was im Anti-Doping-Kampf hilfreich ist, andererseits befindet man sich schnell in einer rechtlichen Grauzone. Ich habe auch kein Patentrezept.»

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