Sölden (dpa) - Ex-Radprofi Jan Ullrich hat seine Burnout- Erkrankung offensichtlich verarbeitet und sich einen Tag vor dem Ötztal-Marathon in Sölden/Österreich in bester Verfassung präsentiert.

«Ich fühle mich wie neu geboren. Es ist ein tolles Gefühl, wieder zurück in der großen Radsport-Familie zu sein», sagte der einzige deutsche Tour-de-France-Gewinner am Samstag. Er machte einen lockeren und zufriedenen Eindruck.

Nach dem massivem Doping-Verdacht gegen ihn und seinem Rücktritt 2007 hatte sich Ullrich lange Jahre in die Isolation begeben, die er jetzt mit Unterstützung eines neuen Managements verlassen hat. Am Sonntag steht der mittlerweile 37-Jährige zusammen mit dem ehemaligen Slalom-Weltmeister Frank Wörndl und weiteren 4000 Teilnehmern am Start des anspruchsvollen Jedermann-Rennens im Ötztal über 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter.

Wahrscheinlich Anfang September entscheidet der Internationale Sportgerichtshof CAS, ob der frühere T-Mobile-Star einen weiteren Prozess in Zusammenhang mit den Doping-Vorwürfen befürchten muss. Das für ihn als ehemaligen Lizenznehmer in der Schweiz zuständige NOK der Schweiz hatte es abgelehnt, seinen Fall vor dem Hintergrund der Vorwürfe um eine Zusammenarbeit mit dem mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes weiter zu verfolgen. Dagegen hatte der Weltradsport-Verband UCI Einspruch beim CAS eingelegt.

Nach einer CAS-Sitzung am vergangenen Montag hatte die Kammer mitgeteilt, dass «wahrscheinlich Anfang September» mit dem Urteil zu rechnen sei, ob das Verfahren in der Schweiz wieder aufgenommen wird.

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