Linus Gerdemann (l) ist bei dem Luxemburger Leopard-Team untergekommen.
Linus Gerdemann (l) ist bei dem Luxemburger Leopard-Team untergekommen.

Linus Gerdemann (l) ist bei dem Luxemburger Leopard-Team untergekommen.

dpa

Linus Gerdemann (l) ist bei dem Luxemburger Leopard-Team untergekommen.

Berlin (dpa) - Ein Großteil der deutschen Profis des seit Saisonende nicht mehr existierenden Milram-Rennstalls sind dem Radsport erhalten geblieben. Von der Team-Prominenz scheint lediglich Markus Fothen, 2003 U 23-Weltmeister im Zeitfahren, auf der Strecke geblieben zu sein.

Vermutlich wird der ausgebildete Landwirt den Hof seiner Eltern in Kaarst übernehmen. Linus Gerdemann, Fabian Wegmann, Gerald Ciolek und der amtierende deutsche Meister Christian Knees bleiben erstklassig. Sie schafften den Absprung zum neuen Luxemburger Leopard-Team, zu Quick Step nach Belgien oder ins Sky-Team nach England. Dominik Nerz kam überraschend bei Liquigas in Italien unter.

Drei Fahrer mussten in die zweite Liga absteigen: Der Cottbuser Roger Kluge und Johannes Fröhlinger heuerten bei Skil-Shimano in den Niederlanden an. Sprinter-Veteran Robert Förster unterschrieb bei United Healthcare in den USA. Björn Schröder und Paul Voss wechselten zu Nutrixxion und Endurance in Continental Teams. Das einheimische NetApp-Team bediente sich nicht beim Milram-Nachlass.

Die ehemaligen Sportlichen Leiter von Milram, Christian Henn und Ralf Grabsch, sind zur Zeit auch aus dem großen Rennen. Henn ist verantwortlich für den Nachwuchs im Verein Rhein-Neckar, Grabsch arbeitet an seiner Trainer-Lizenz und will dann in den großen Radsport zurückkehren. Teammanager Gerry van Gerwen denkt ebenfalls an sein Comeback und ist weiter auf der Suche nach Sponsoren.

«Ich glaube daran, dass es in Deutschland bald wieder erstklassigen Radsport geben wird. Wenn ein Sponsor da ist, der bereit ist, zu investieren, bekommt man auch attraktive Fahrer», sagte Henn am Freitag. Er selbst will versuchen, in Zukunft wieder ein Profiteam zu leiten und setzt noch gewisse Hoffnungen in seinen ehemaligen Teamchef Hans-Michael Holczer.

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