Starke Leistung
Philipp Walsleben musste mit Rang fünf zufrieden sein.

Philipp Walsleben musste mit Rang fünf zufrieden sein.

dpa

Philipp Walsleben musste mit Rang fünf zufrieden sein.

Sankt Wendel (dpa) - Mit Altmeisterin Hanka Kupfernagel und Hoffnungsträger Philipp Walsleben soll eine ebenso ungleiche wie schlagkräftige Doppelspitze soll bei den Heim-Weltmeisterschaften im Rad-Cross für deutsche Erfolge sorgen.

Damit schickt der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gleich zwei Medaillenkandidaten an den Start im saarländischen Sankt Wendel. Die Ausgangspositionen der beiden deutschen Meister könnten kaum unterschiedlicher sein. Während für die viermalige Weltmeisterin alles andere als ein Podiumsplatz enttäuschend wäre, könnte dem 23- jährigen Walsleben mit einer vorderen Platzierung ein Coup gelingen.

«Zwischen Platz eins und sechs ist für ihn alles realisierbar. Er könnte die große Überraschung sein», sagt Bundestrainer Patrick Moster zu den Chancen des U23-Weltmeisters von 2009. Mit guten Leistungen und dem achten Platz im Weltcup hat der gebürtige Berliner Chancen und Zuversicht deutlich gemehrt. Eine bessere Platzierung gelang keinem deutschen Crosser seit Mitte der 90er Jahre. Favoriten sind der belgische Weltcup-Gesamtsieger Niels Albert, Teamkollege Sven Nys und der tschechische Titelverteidiger Zdenek Stybar.

Wie es sich anfühlt, im eigenen Land vor großer Kulisse zum Titel zu fahren, weiß Kupfernagel bereits. 2005 war ihr dies in Sankt Wendel spielend gelungen. Das ist diesmal allerdings nicht zu erwarten. Zur härtesten Konkurrenz zählen die US-Amerikanerin Katherine Compton und die Niederländerinnen um Titelverteidigerin Marianne Vos. Der 23-jährigen Vos, Europameisterin Daphny van den Brand und Weltcup-Gesamtsiegerin Sanne van Paassen hatte Kupfernagel zuletzt immer öfter die vorderen Ränge überlassen müssen.

Für die Cross-WM nominiert:

Frauen: Sabine Spitz (Murg-Niederhof), Hanka Kupfernagel (Staufen), Elisabeth Brandau (Schönaich), Sabrina Schweizer (Wangen) und Martina Zwick (Wörth).

Männer: René Birkenfeld (Dresden), Christoph Pfingsten (Stahnsdorf) Johannes Sickmüller (Hamburg), Philipp Walsleben (St. Wendel) und Sascha Weber (St. Wendel).

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