Prozesswelle
Weitere Prozesse drohen: Für Lance Armstrong geht es nun ans Eingemachte. Foto: Ramin Talaie

Weitere Prozesse drohen: Für Lance Armstrong geht es nun ans Eingemachte. Foto: Ramin Talaie

dpa

Weitere Prozesse drohen: Für Lance Armstrong geht es nun ans Eingemachte. Foto: Ramin Talaie

Paris (dpa) - Lance Armstrong, der vom Versicherungskonzern SCA Promotions gerade auf die Rückzahlung von umgerechnet neun Millionen Euro verklagt wurde, drohen weitere Prozesse.

Die Vereinigung für einen glaubwürdigen Radsport, MPCC, will den geständigen Doper wegen Rufschädigung und Betrugs anklagen. Juristische Experten prüften eine Klage, teilte die MPCC mit. Armstrong habe das Image des gesamten Radsports und der Tour de France geschädigt.

Der 2007 gegründeten MPCC gehören 38 Teams - darunter auch NetApp-Endura aus Deutschland - an. Die selbst durch Doping-Affären aufgefallenen Mannschaften Astana und Katusha sowie das Rabobank-Nachfolge-Team Blanco besitzen einen provisorischen Status. MPCC fordert von seinen Mitgliedern einen höheren Standard, als der Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vorsieht.

Neben dem Schadensersatz-Prozess gegen SCA Promotions ist Armstrong auch noch mit Forderungen der britischen Zeitung «Sunday Times» konfrontiert, die umgerechnet 1,2 Millionen Euro zurückverlangt. Der gestürzte ehemalige Seriensieger steht auch im Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis.

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