Michael Frontzeck hat sein Versprechen vom Dienstantritt eingelöst. Sich frei von Abstiegssorgen in der Liga zu etablieren, das war des Trainers Ziel - 21Punkte bedeuten Platz elf. So viel angstfreies Fußballvergnügen hatten die Borussen-Fans lange vermisst. Dass der Erfolg noch auf wackligen Beinen steht, weiß Frontzeck. "Ich beobachte die Mannschaft sehr genau. Ich habe keine Anzeichen gesehen, dass irgendjemand vom Gaspedal runtergeht", sagte er vor dem Auftaktspiel gegen den VfL Bochum.

Vollgas gab jedenfalls Fabian Bäcker und ist der Gewinner der Vorbereitung, nicht nur wegen seines Siegtores mit dem er Gladbach den Wintercup in Düsseldorf sicherte. Womöglich winkt dem 19 Jahre alten Talent ein Einsatz in der Startformation, weil allein Raul Bobadilla von den etablierten Stürmern einsetzbar ist.

Das aktuelle Stürmerproblem Frontzecks ist zugleich aber ein generelles des Vereins. Ob Bobadilla, Matmour, Friend, Neuville oder Colautti - fünf Stürmertore in der Hinrunde belegen die Malaise. Damit die Borussia sich dauerhaft im Mittelfeld der Liga etablieren kann, muss Sportdirektor Max Eberl im Sommer einen Stürmer verpflichten, der auch 15 Tore in der Liga schießen kann - ein Pizarro light also.

Prognose: Frontzeck hält Kurs, bei optimalem Verlauf ist Platz neun möglich. ste

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