"Es kommt eigentlich darauf an, die Dinge im Fußball zu entschleunigen", hat Jupp Heynckes vor Saisonbeginn erzählt. Der Trainer von Bayer Leverkusen hat sich auf den Weg gemacht und ein ambitioniertes Team formiert, das nach der Hinrunde ungeschlagen die Tabelle anführt. Aber jetzt kommen noch 17 Endspiele. Und damit hat Bayer bisher schlechte Erfahrungen gemacht.

"Wir sind viel zu gefestigt, um nochmal so abzustürzen wie in den beiden letzten Spielzeiten", sagt Sportdirektor Rudi Völler. Außerdem kommt Simon Rolfes zurück. Und Patrick Helmes. Und Renato Augusto. Und Michal Kadlec. Heynckes sagt: "Wir bekommen mehr Möglichkeiten." Spieler wollen aber in erster Linie spielen, das könnte für Probleme sorgen. Aber erst dann, wenn Spiele verloren werden. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser verlangt zwingend das Erreichen des internationalen Geschäfts, weil es sonst "in Zukunft schwieriger wird".

Jupp Heynckes weiß das. Und geht die Rückrunde mit der Gelassenheit eines 64 Jahre jungen Erfolgstrainers an: "Die Bayern müssen uns erst einmal von der Spitzenposition verdrängen." Und es darf doch nicht sein, dass Heynckes die Rückrunde vergeigt wie einst Michael Skibbe und zuletzt Bruno Labbadia.

Prognose: Deshalb wird Bayer Leverkusen Deutscher Meister. cfi

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