Bronze über 5000 Meter und mit dem Team. Jenny Wolf verteidigt den WM-Titel im Sprint.

Strahlend gratuliert Claudia Pechstein der tschechischen 5000-Meter-Weltmeisterin Martina Sablikova.
Strahlend gratuliert Claudia Pechstein der tschechischen 5000-Meter-Weltmeisterin Martina Sablikova.

Strahlend gratuliert Claudia Pechstein der tschechischen 5000-Meter-Weltmeisterin Martina Sablikova.

dpa

Strahlend gratuliert Claudia Pechstein der tschechischen 5000-Meter-Weltmeisterin Martina Sablikova.

Inzell. Claudia Pechstein ließ die Korken knallen: Nach zwei harten Jahren mit Selbstmordgedanken, Scheidungskrieg und juristischem Dauerstreit schwebte die erfolgreichste Medaillensammlerin der Eisschnelllauf-Geschichte wieder auf Wolke sieben. Genüsslich schlürfte sie mit Weltmeisterin Martina Sablikova ein Gläschen Sekt und stellte den Bronze-Coup über 5000 Meter sogar über ihre fünf Olympiasiege: „Das ist die wichtigste Medaille in meinem Leben.“ Gestern ließ sie im Team-Rennen noch einen weiteren Bronzeplatz folgen.

Deutsche Eisschnellläufer haben ihre Ziele übertroffen

Für das deutsche Top-Resultat der Titelkämpfe sorgte aber Jenny Wolf, die zum vierten Mal nacheinander Gold über 500 Meter gewann. In 37,98 und 37,95 blieb sie als einzige unter 38 Sekunden und ließ der Konkurrenz keinen Stich. „Ein Traum. Das ist Freude pur, dass ich diese Saison hinter mich gebracht habe“, meinte die strahlende Siegerin.

Mit dem starken Podestplatz im Teamrennen und insgesamt fünf Medaillen (1/1/3) haben die Deutschen nun auch dank Pechstein ihre WM-Ziele sogar übererfüllt. Für Stephanie Beckert war es bereits die dritte Medaille, für die Berlinerin Isabell Ost das erste Teamrennen bei einer WM überhaupt. „Einfach traumhaft, dass es zu Bronze gereicht hat“, meinte Pechstein.

Fast hätten zum Abschluss die deutschen Herren für eine weitere Medaille gesorgt. Im Teamrennen verfehlten Marco Weber, Robert Lehmann und Tobias Schneider als Vierte das Podest nur haarscharf. Die Niederländer feierten Oranje-Festspiele mit 13 Medaillen (4/5/4) und stellten in Ireen Wüst (2/2/0) und Bob de Jong (2/0/0) die erfolgreichsten Teilnehmer.

Pechsteins dritter Platz über 5000 Meter hinter der Tschechin Sablikova (6:50,83) und Rivalin Beckert hatte zuvor ein Ausrufezeichen hinter ihr Comeback nach zweijähriger Dopingsperre gesetzt. Mit 39 Jahren ist Pechstein nun die älteste WM-Medaillen-Gewinnerin und baute mit ihrer 54. und 55. Plakette (14/27/14) bei Olympia, WM und EM ihre Führung in der Rangliste der Top-Läuferinnen aus.

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