München (dpa) - Die Olympia-Gegner haben den Prüfbericht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als «schwaches Zeugnis» für die Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2018 bewertet.

In dem am 10. April veröffentlichten Bericht der IOC-Evaluierungskommission würden einige von den Kritikern «angeprangerte Fehlentwicklungen der Bewerbung» nun auch «von offizieller Seite bestätigt», heißt es in einer Pressemitteilung des Bündnisses «NOlympia».

«Die als 'nationale Kraftanstrengung' betitelte Olympiabewerbung hat von den Expertinnen und Experten des IOC ein Zeugnis ausgestellt bekommen, mit dem der Übertritt akut gefährdet ist. Vom anvisierten Jahrgangsbesten ist man meilenweit entfernt», erklärte der Grünen-Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann.

Das Bündnis verweist insbesondere auf die seiner Ansicht nach «desaströs niedrigen Zustimmungsquoten» in der deutschen Öffentlichkeit. Die noch den Bewerbern «herausposaunten Unterstützungswerte von 75 Prozent» würden nach dem Bericht «endgültig ins Märchenreich verwiesen».

Aus Sicht von «NOlympia» werden in dem Prüfbericht außerdem «die weiter deutlich zurückgefahrenen ökologischen Zielsetzungen, die nicht zur Verfügung stehenden, aber bereits überplanten Grundstücke oder auch die nur als vorläufig und detailarm bezeichneten Planungen» bestätigt.

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