Die Winterspiele von Vancouver haben den Stellenwert der deutschen Wintersportler erneut unterstrichen.

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Vancouver. Die deutsche Wintersportnation bleibt eine Großmacht auf Eis und Schnee, darf aber die neuen olympischen Trends nicht verschlafen.

Der Spitzenplatz von Turin ging in Vancouver verloren, wo in der Nacht zu Montag die Olympische Flamme erlischt - obwohl mit 29 Medaillen genauso viele wie 2006 gewonnen werden konnten. Von Platz eins im Medaillenspiegel war Kanada nicht zu verdrängen.

"Wir können stolz auf unsere Mannschaft sein, wir haben herausragende Olympische Spiele erlebt", sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. "Die Athleten waren nicht nur erfolgreich, sondern auch glänzende Botschafter im Hinblick auf unsere Bewerbung um Olympia 2018."

Besonders stark trumpften die Frauen im deutschen Team auf. 19 der 29 Medaillen gingen auf das Konto der Athletinnen, die zudem acht von zehn Goldenen gewannen. "Deutschland ist ein Frauensportland", sagte Bach.

Erheblichen Nachholbedarf gibt es in den Trendsportarten Shorttrack, Snowboard und Freestyle. Das deutsche Ausrufezeichen waren die drei alpinen Olympiasiege von Maria Riesch und Viktoria Rebensburg sowie zwei Mal Gold durch Biathletin Magdalena Neuner. ARD und ZDF erlebten in Vancouver ein Quotenhoch, nun hofft Deutschland auf den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 in München.

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