Wie Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers die Karriere des 18-Jährigen in der NHL vorantreiben.

Edmonton. Am Donnerstag beginnt das Abenteuer, für Leon Draisaitl wird der NHL-Moment Wirklichkeit. Beim Saisonauftakt der Edmonton Oilers gegen die Calgary Flames gibt der 18-Jährige in der Nacht auf Freitag sein Debüt in der besten Eishockey-Liga der Welt.

Das deutsche Ausnahmetalent, Sohn des früheren Nationalspielers Peter Draisaitl, hat die letzte Kaderreduzierung überstanden. „Ich bin dankbar“, sagte der Kölner, der nichts weniger als Deutschlands nächster Eishockey-Superstar sein könnte. Viele hat es davon nicht gegeben: Erich Kühnhackl und Alois Schloder, Udo Kießling vielleicht, Uwe Krupp, Christian Ehrhoff oder Dennis Seidenberg. Jetzt soll Draisaitl als Center in der zweiten Sturmreihe spielen. Angst kennt er nicht: „Ich weiß, was ich kann.“ Edmonton-Cheftrainer Dallas Eakins glaubt an ihn, obwohl ihm Erfahrung fehlt. In der kanadischen Junioren-Liga WHL überzeugte er in den vergangenen zwei Jahren.

Sie nannten ihn in Kanada „The German Gretzky“

Sie nannten ihn dort, bei den Prince Albert Raiders, „The German Gretzky“. Nun spielt er für den Club, mit dem der Kanadier Wayne Gretzky mit vier Stanley-Cup-Siegen in den 80er Jahren zum Weltstar wurde. Draisaitl schützt sich vor einem Vergleich. „Ich bin doch noch ein Baby“, sagt er. Die Wahrheit ist: Alles ist auf Marke Superstar getrimmt. Bei der WM im Mai trat er in einem schwachen deutschen Team positiv hervor – mit Übersicht und Passgenauigkeit. Gut drei Monate ist es her, dass der 18-Jährige bei der Draft an dritter Stelle ausgewählt wurde – so früh wie kein Deutscher vor ihm. Danach hat er „alles übertroffen, was von ihm erwartet worden ist“, urteilte die „Edmonton Sun“. dpa

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