München (dpa) - Münchens Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 nimmt weiter an Fahrt auf. Die Bewerbungsgesellschaft hat in der Deutschen Bahn AG den insgesamt neunten Nationalen Förderer gewonnen.

«Uns geht es dabei nicht nur um eine finanzielle Unterstützung», erklärte Bahnchef Rüdiger Grube in einer Pressemitteilung der Bewerbungsgesellschaft. Man unterstütze die Münchner Kampagne vor allem auch mit dem Wissen des Unternehmens im Bereich Transport und Verkehr, verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende der Bahn.

Ähnlich wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland sollen Wintersportfans in sieben Jahren mit der Bahn bequem und umweltfreundlich zu den geplanten Olympia-Schauplätzen in München, Garmisch-Partenkirchen und zum Königssee im Berchtesgadener Land reisen können. Das Verkehrskonzept spiele eine wichtige Rolle, verdeutlichte Katarina Witt, die Vorsitzenden des Kuratoriums der Bewerbungsgesellschaft: «Wir haben ein extrem umweltfreundliches Konzept.» Dazu habe auch die Bahn einen entscheidenden Anteil beigetragen. Man wolle den Verkehr «so gut es geht» von der Straße auf die Schiene verlagern: «Das ist unser ökologischer Anspruch.»

Bei einem Zuschlag durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) soll unter anderem die Bahnstrecke von München nach Garmisch-Partenkirchen ausgebaut werden. Das IOC vergibt die Winterspiele 2018 am 6. Juli auf seiner Vollversammlung im südafrikanischen Durban. Münchens Konkurrenten sind Annecy (Frankreich) sowie die schon zweimal gescheiterte Stadt Pyeongchang in Südkorea.

Mit dem Einstieg der Bahn sind die Münchner Bewerber auch ihrem Ziel ein Stück näher gekommen, die Bewerbungskosten von 33 Millionen Euro komplett durch Sponsoren zu bestreiten. Weitere Nationale Förderer neben der Bahn sind Adidas, Allianz, BayWa, BMW, Flughafen München, Lotto Bayern, die Lufthansa und die Sparkassen-Finanzgruppe.

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