Es ist nicht wirklich eine Sensation, dass Italien vier Jahre nach dem Triumph von Berlin in Südafrika am Einzug ins Achtelfinale scheitert. Aber besonders bleibt es immer, wenn der Weltmeister vorzeitig nach Hause fährt. Das war auch 2002 in Japan und Südkorea so, als der amtierende Weltmeister Frankreich sang-und klanglos ausschied.

Bei nüchterner Analyse kann es aber keinen Zweifel daran geben, dass die aktuelle italienische Mannschaft mit der vom Turnier in Deutschland 2006 nichts mehr zu tun hat. Die Tränen der italienischen Profis nach der Niederlage gegen die Slowakei wirken wenig glaubwürdig. Auch die Diskussion, ob Nationaltorwart Gianluigi Buffon das Ausscheiden verhindert hätte, ist überflüssig. Trainer Marcello Lippi wusste vorher, dass es schwer werden würde in Südafrika.

In Italien ist Neubeginn angesagt. Wie auch in Frankreich. Deutschland schied noch nie in der Vorrunde aus. Das ist ein Zeichen von hoher Qualität. Nebenbei bemerkt.

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