London (dpa) - Der Streit um die Nachnutzung des Olympiastadions in London nach den Spielen von 2012 spitzt sich zu. Die Vergabeentscheidung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Olympic Park Legacy Company (OPLC) brauche mehr Zeit, um die Angebote unter die Lupe zu nehmen, hieß es.

Im Rennen sind derzeit die beiden englischen Fußballvereine Tottenham Hotspur und West Ham United. Tottenham will das weit über 540 Millionen Pfund (rund 630 Millionen Euro) teure Stadion komplett abreißen und auf dem Gelände ein reines Fußballstadion aufbauen - ohne 400-Meter-Bahn für die Leichtathletik.

Der derzeitige Tabellenletzte der Premier League, West Ham United, will dagegen die Leichtathletik-Möglichkeiten erhalten und das Stadion neben den Fußballspielen auch für lokale Festivitäten und Musikkonzerte nutzen. Der Chef des Olympischen Organisationskomitees für die Spiele 2012, der frühere Weltklasse-Mittelstrecker Sebastian Coe, favorisiert deshalb den Club aus dem Osten Londons als späteren Nutzer.

Das Konzept der Spiele in London ist stark auf die Nachnutzung ausgerichtet. Viele Einrichtungen sind so konstruiert, dass sie problemlos zurückgebaut werden können und nach Olympia etwa für den Breiten- oder Schulsport genutzt werden können. So kann auch das für 80 000 Zuschauer ausgelegte Olympiastadion problemlos auf eine Kapazität von 20 000 Besuchern verkleinert werden.

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