Krasnaja Poljana (dpa) - Andrea Eskau hat ihre Langlauf-Bronzemedaille bei den Winter-Paralympics in Sotschi am Grünen Tisch verloren.

Die Jury gab einem Protest der russischen Mannschaft statt und setzte die 42-Jährige vom USC Magdeburg im Langlauf-Sprint über 1000 Meter auf Platz sechs zurück. Eskau hatte die viertplatzierte Russin Marta Sainullina kurz vor dem Ziel behindert. Die Jury wertete dies allerdings nicht als unsportliche Aktion der Deutschen.

Gold im Langlaufzentrum Laura hatte die Norwegerin Mariann Marthinsen vor der Amerikanerin Tatjana McFadden gewonnen.

Eskau, die querschnittsgelähmt ist, hatte schon Gold im Biathlon-Sprint erkämpft. Die nun «verlorene» Bronzemedaille nahm sie sportlich fair. «Ich hatte mich mit dem dritten Platz nicht wohlgefühlt, weil ich weiß, das nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist», gab sie zu. «Ich freue mich jetzt für Marta - sie hat es verdient.»

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