Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel joggt über die Rennstrecke.
Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel joggt über die Rennstrecke.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel joggt über die Rennstrecke.

dpa

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel joggt über die Rennstrecke.

Berlin (dpa) - In Sachen Fitness sind Deutschlands Formel-1-Piloten schon zwei Monate vor Saisonstart wieder auf vollen Touren. Während die Mechaniker weiter an den Dienstwagen von Sebastian Vettel & Co. schrauben, nutzen die Piloten die PS-freie Zeit zum intensiven Training.

Ob in den Bergen oder auf dem Rad: Schwitzen für die längste Saison der Formel-1-Geschichte mit 20 Rennen ist angesagt. Für Weltmeister Vettel gilt dabei die Devise: «Wenn ich mit jemandem laufen gehe, dann will ich immer einen Schritt voraus sein. Ich mache aus allem Möglichen eine Herausforderung.»

Vor einem Jahr bestieg Vettel den Vesuv. Auch jetzt ist der jüngste Champion der Königsklasse mit seinem Coach Tommi Parmakoski unterwegs. «Das Training vor der Saison ist intensiver», sagt der Finne, der Vettel das ganze Jahr auf Trab hält. Durch entsprechende Tests kann der aktuelle Fitnesszustand exakt ermittelt werden. In der Saison, die in diesem Jahr mit den Testfahrten vom 1. Februar an in Fahrt kommt und am 13. März mit dem Auftaktrennen in Bahrain richtig durchstartet, gilt es dann, das erreichte Fitnessniveau zu halten.

Vettel-Landsmann Timo Glock verabschiedete sich im neuen Jahr für eine Woche bei seinen Fans. «Mich zieht es in eine einsame Hütte ohne Internet, sehr schlechtem Handy-Empfang und ohne fließendes Wasser», erklärte der Wersauer mit einem Schmunzeln. Auch 2011 wird er wieder für Virgin an den Start gehen. Kollege Adrian Sutil trainiert in München, ab und zu geht's ab in die Berge. «Ich fühle mich gut und wir sind voll im Plan. Zum Start in Bahrain werde ich topfit antreten», versprach der Force-India-Pilot aus Gräfelfing.

Bei den ersten Testfahrten in Valencia vom 1. bis 3. Februar wird Sutil aber wohl noch mit einem alten Auto Gas geben müssen. «Am Ende wird es immer eng, aber das betrifft sicher nicht nur Force India. Man will so viel wie möglich bis zum ersten Rennen fertigstellen und entwickeln», erklärte er.

Beim deutschen Werksteam Mercedes soll der neue Silberpfeil gleich zum Auftakt der Proberunden am 1. Februar zum Einsatz kommen. «Entwicklung und Aufbau unseres neuen Formel 1-Autos für die Saison 2010 sind absolut im Zeitplan», betonte Motorsportchef Norbert Haug. «Wir werden das neue Fahrzeug rechtzeitig zu Beginn der ersten Testfahrten Anfang Februar präsentieren.»

In topfittem Zustand werden sich dann sicher auch die beiden Mercedes-Fahrer vorstellen. Nico Rosberg, der schon einen bemerkenswerten Abstecher zum Triathlon machte, bereite sich mit viel Sport vor, schilderte Haug. Bei einem Rallye-Spaßduell mit Papa Keke auf einem zugefrorenen See in Lappland sammelte der Wiesbadener mit neuem Kurzhaarschnitt zudem weiteres Selbstvertrauen. «Rosberg Junior hat eindeutig gewonnen, das war ja eine komplett andere Klasse», stellte Nico Rosberg fest.

Ernst machen will in der kommenden Saison sein Kollege Michael Schumacher. «Rein vom Körperlichen her fand ich das Jahr jetzt nicht sonderlich anstrengend», bilanzierte der siebenmalige Weltmeister nach seiner Comeback-Saison im Vorjahr. Denn auch mit 42 Jahren weiß Fitness-Fanatiker Schumacher nur zu genau: Wer durchstarten will, muss früh auf Touren kommen.

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