Las Grutas (dpa) - Der Russe Leonid Nowitzki und sein deutscher Co-Pilot Andreas Schulz haben die erste Sonderprüfung der 33. Rallye Dakar gewonnen.

Im Mini des hessischen X-raid-Rennstalls war das Duo am Neujahrstag im argentinischen Zielort Energía fünf Sekunden schneller als der polnische Teamkollege Krzysztof Holowczyc. Der französische Dakar-Rekordsieger Stephane Peterhansel komplettierte nach der 57 Kilometer langen Prüfung als Dritter mit neun Sekunden Rückstand den Dreifach-Erfolg für das X-raid-Team.

Der neunmalige Sieger Peterhansel gilt auch in diesem Jahr als Topfavorit beim härtesten Offroad-Rennen der Welt. Insgesamt waren 433 Fahrzeuge im Badeort Mar del Plata auf die erste Etappe gegangen. Neben der Sonderprüfung über Stranddünen zwischen Las Grutas und der kleinen Ortschaft Energía mussten 763 Kilometer Verbindungsstrecke absolviert werden.

Eröffnet hatte das Duell um den Gesamtsieg der Vorjahresgewinner Nasser Al-Attiyah. Um 08.30 Ortszeit (12.30 MEZ) rollte der Katarer als erster Auto-Pilot im Badeort Mar del Plata von der Rampe Richtung Santa Rosa in der Provinz La Pampa. Doch schon auf der ersten Etappe setzte es einen Rückschlag für den Hummer-Fahrer. Al-Attiyah verlor den Öldruck im Motor und musste sich von seinem Teamgefährten Robby Gordon abschleppen lassen. «Wir werden abwarten, aber es sieht nicht gut aus», meinte der Titelverteidiger.

Der Franzose Peterhansel peilt seinen insgesamt zehnten Erfolg an; sechsmal gewann er die Motorradwertung, dreimal war er mit dem Auto erfolgreich. Auch die neue Streckenführung spricht womöglich für den Franzosen, der die 8377 Kilometer bis zum Ziel am 15. Januar in der peruanischen Hauptstadt Lima mit einem Mini in Angriff nimmt. «Ich habe das Gefühl, dass die erfahrensten Piloten, diejenigen, die wissen, wie sie mit Unerwartetem umzugehen haben, in einer besseren Position sind als die technischen Spezialisten», prophezeite Castera.

Mit der Route 2012 betritt die Dakar auch wieder Neuland. Peru ist das 27. Land, durch dass der Tross rasen wird. Zudem kehrt das Feld diesmal nicht wieder zum Startort - in den vergangenen Jahren Buenos Aires - zurück. Am 2. Januar geht es in der zweiten Etappe von Santa Rosa weiter nach San Rafael, in der Weinprovinz Mendoza.

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