Marc Coma verfuhr sich in den Dünen. Foto: Cezaro de Luca
Marc Coma verfuhr sich in den Dünen. Foto: Cezaro de Luca

Marc Coma verfuhr sich in den Dünen. Foto: Cezaro de Luca

dpa

Marc Coma verfuhr sich in den Dünen. Foto: Cezaro de Luca

Pisco/Berlin (dpa) - Auf der vorletzten Etappe hat Marc Coma den Motorrad-Sieg bei der 33. Rallye Dakar wohl aus den Händen gegeben. Auf der 13. Wertungsprüfung verlor der als Führender im peruanischen Nasca gestartete Spanier in den Dünen viel Zeit.

Der dreimalige Dakar-Gewinner kehrte erst nach einigen Minuten zur ursprünglichen Strecke nach Pisco zurück. Nach der Etappe berichtete Coma auch noch über ein Getriebeproblem: «Ich hatte befürchtet, dass ich gar nicht mehr weitermachen könnte.»

Der ohnehin knappe Vorsprung im Klassement von 1:35 Minuten auf seinen französischen KTM-Kollegen und schärfsten Widersacher Cyril Despres war jedoch mehr als dahin. Denn Despres, ebenfalls dreimaliger Dakar-Sieger, kam mit einem Vorsprung von 12:38 Minuten auf Vorjahressieger Coma ins Ziel. Vor dem Finale an diesem Sonntag beträgt das Polster des Franzosen damit 11:03 Minuten. «Ich bin keiner, der sich über die Probleme von Teamkollegen freut, schon gar nicht, wenn es Marc Coma ist», sagte Despres.

Angesichts der lediglich 29 Kilometer langen Wertungsprüfung auf dem Weg in die peruanische Hauptstadt Lima steht Coma vor einer praktisch unlösbaren Aufgabe. Nur wenn Despres sich einen entscheidenden Fehler leistet oder sein Motorrad streikt, hat der Spanier wohl noch eine Chance im packenden Zweikampf um den vierten Dakar-Triumph. «Ich warte immer bis zum Ende, bevor ich es genieße», sagte Despres: «Ich habe schon so vieles bei der Dakar erlebt, und heute noch mehr.»

Den Etappensieg holte sich der Portugiese Helder Rodrigues. Der Dritte des vergangenen Jahres verwies Despres mit 47 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Rang.

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