Buenos Aires (dpa) - Der tödliche Unfall bei der Rallye Dakar in Argentinien hat in den Medien des Landes nur ein ungewöhnlich verhaltenes Echo ausgelöst.

«Ein Tag der Trauer bei Dakar», schrieb die Zeitung Olé nach dem Unfall in der Provinz Catamarca und für «La Capital» erschien der Tod «wie fast immer» bei der Rallye Dakar. In den meisten lokalen Zeitungen wurde aber vor allem der sportliche Verlauf der noch bis zum Wochenende dauernden Rallye kommentiert.

Das Toyota-Team Eduardo Amor/Horacio Alejandro Fenoglio (Argentinien) war am 13. Januar mit seinem Hilux in der Nähe der Stadt Tinogasta (Provinz Catamarca) mit einem Pickup kollidiert, dessen 42-jähriger Fahrer starb. Er war das 60. Todesopfer in der rund 30-jährigen Dakar-Geschichte. Die Polizei ermittelt in dem Fall, Amor wurde von dem Rennen ausgeschlossen.

Nach Medienberichten geriet der Hilux mit der Rennnummer 410 auf der Ruta Nacional 60 etwa zehn Kilometer von Tinogasta auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit dem Kleinlastwagen zusammen, der durch den Aufprall völlig zerstört wurde. Der Pickup-Fahrer befand sich auf dem Weg zur Arbeit.

Wie genau es zu dem Unfall kam, ist bislang noch unklar. Mehrere Medien vermuteten, der Hilux-Fahrer Amor sei erschöpft von den Rallye-Strapazen hinter dem Lenkrad eingeschlafen. 2010 war zu Beginn der Rallye in Argentinien eine 28-jährige Frau bei einem Unfall getötet worden.

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