Zwangspause
Die Rallye Dakar muss wegen des schlechten Wetters die 6. Etappe ausfallen lassen. Foto: Cezaro de Luca

Die Rallye Dakar muss wegen des schlechten Wetters die 6. Etappe ausfallen lassen. Foto: Cezaro de Luca

dpa

Die Rallye Dakar muss wegen des schlechten Wetters die 6. Etappe ausfallen lassen. Foto: Cezaro de Luca

Fiambala (dpa) - Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ist die Rallye Dakar vom Schnee ausgebremst worden. Wegen des anhaltenden schlechten Wetters in den Anden musste die sechste Etappe des Offroad-Abenteuers vom Fiambala in Argentinien ins chilenische Copiapo abgesagt werden.

«Auch dieses Ereignis gehört zum Leben der Dakar», meinte Rallye-Chef Etienne Lavigne. Seit Tagen hatte es in der Grenzregion geschneit - ungewöhnlich für die Jahreszeit, denn auf der Südhalbkugel ist Sommer.

«Die chilenischen Behörden waren gezwungen, den auf 4700 Metern gelegenen Grenzübergang am Paso de San Francisco für die Nacht zu schließen», teilten die Veranstalter auf ihrer Internetseite mit. Um die Sicherheit der Teilnehmer und der Rennbegleiter zu gewährleisten, werde man mit allen Fahrzeugen im Konvoi fahren. Die 33. Auflage des Rennens werde dann am Samstag in Copiapo fortgesetzt. Die Absage sei «ein unerwarteter Zwischenfall, der in sportlicher Hinsicht problematisch ist, die Piloten und Rallye-Teams verärgert», räumte Chef-Organisator Lavigne ein.

In Führung liegt weiterhin Stéphane Peterhansel. Der Rekordsieger aus Frankreich hatte auf der fünften Etappe mit einem dritten Platz seine Spitzenposition behauptet. Schnellster auf dem 177 Kilometer langen Teilstück nach Fiambala war sein polnischer Teamkollege Krzysztof Holowczyc vom hessischen X-raid-Team. Auf Rang zwei mit 1:01 Minuten Rückstand fuhr der amerikanische Hummer-Pilot Robby Gordon. Peterhansel war in seinem Mini 3:52 Minuten langsamer als der Tagessieger. «Wir haben den Schaden gut im Rahmen gehalten», sagte der neunmalige Dakar-Gewinner.

In der Gesamtwertung hat Peterhansel nun 4:18 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Holowczyc. Einen Rückschlag musste Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar hinnehmen. Wegen Kühlerproblemen an seinem Hummer kam er erst mit knapp 24 Minuten Rückstand auf die Bestzeit ins Ziel. «Es ist eine weitere große Enttäuschung», bekannte Al-Attiyah.

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