Stéphane Peterhansel ist der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen. Foto: Cezaro de Luca
Stéphane Peterhansel ist der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen. Foto: Cezaro de Luca

Stéphane Peterhansel ist der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen. Foto: Cezaro de Luca

dpa

Stéphane Peterhansel ist der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen. Foto: Cezaro de Luca

Pisco/Berlin (dpa) - Für den deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz wird das Finale der 33. Rallye Dakar zu einer Triumphfahrt.

Wenn nicht noch ein technischer Defekt den Karlshofer mit seinem südafrikanischen Fahrer Giniel de Villiers noch bremst, werden sie mit ihrem eigentlich unterlegenen Toyota am Sonntag als Dritte auf dem Siegerpodest in der peruanischen Hauptstadt Lima stehen.

Auf der 13. und vorletzten Etappe festigte das Duo, das 2009 in einem Race Touareg den legendären VW-Hattrick eingeleitet hatte, als Tageszweiter sogar noch seinen Gesamtrang. «Doch wir haben ihn erst sicher, wenn wir morgen in Lima über die Rampe gefahren sind. Darauf freue ich mich wirklich sehr, denn die Fans in Peru sind der absolute Hammer», sagte Zitzewitz, der mit seinem Fahrer einen Top-Ten-Platz vor dem Dakar-Start anvisiert hatte. Nun beträgt der Vorsprung auf Rang vier fast eine Stunde.

Auf seine zehnte Krönung bei der härtesten und gefährlichsten Rallye der Welt kann sich Stéphane Peterhansel vorbereiten. Der Franzose gewann die vorletzte Prüfung über 275 Kilometer von Nasca nach Pisco souverän vor Villiers und baute seinen Vorsprung im Klassement weiter aus. Nachdem er die Führung nach der vierten Etappe übernommen hatte, liegt er vor dem Finale über 40 Minuten vor seinem X-raid-Teamkollegen Joan Roma. Peterhansel steht damit vor seinem vierten Sieg im Auto, sechsmal gewann der 46-Jährige das Offroad-Spektakel mit dem Motorrad. Ein Sieg in Südamerika, wo die Dakar seit 2009 ausgetragen wird, fehlt ihm noch.

Auch in der Motorradwertung steht der Sieger vor dem Schaulaufen nach Lima praktisch fest. Im packenden Zweikampf der jeweils bislang dreimaligen Sieger fiel die Entscheidung auf der vorletzten Etappe. Der als Führender gestartete Spanier Marc Coma verfuhr sich in den Dünen und klagte nach der Zielankunft in Pisco auch noch über Getriebeprobleme. «Ich hatte befürchtet, dass ich gar nicht mehr weitermachen könnte», sagte Coma.

Der ohnehin knappe Vorsprung im Klassement von 1:35 Minuten auf seinen französischen KTM-Kollegen und schärfsten Widersacher Cyril Despres war jedoch mehr als dahin. Despres kam mit einem Vorsprung von 12:38 Minuten auf Vorjahressieger Coma ins Ziel. Vor dem Finale an diesem Sonntag beträgt das Polster des Franzosen damit 11:03 Minuten. «Ich bin keiner, der sich über die Probleme von Teamkollegen freut, schon gar nicht, wenn es Marc Coma ist», sagte Despres.

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