Motorradsieg
Der Spanier Marc Coma hat die Motorrad-Kategorie der Rally Dakar gewonnen.

Der Spanier Marc Coma hat die Motorrad-Kategorie der Rally Dakar gewonnen.

Timo Gottschalk (l) freut sich mit Nasser Al-Attiyah (r) Motorsportdirektor Kris Nissen über den Sieg.

Das Sieger-Auto kurz vor der Zieleinkunft.

Der Südafrikaner Ralph Pitchford gratuliert Timo Gottschalk zum Erfolg.

Co-Pilot Gottschalk (l) feiert mit Pilot Nasser Al-Attiyah (r) und Motorsportdirektor Nissen den Sieg.

Co-Pilot Timo Gottschalk gibt in Buenos Aires in Argentinien nach dem Dakar-Sieg ein Interview.

dpa, Bild 1 von 6

Der Spanier Marc Coma hat die Motorrad-Kategorie der Rally Dakar gewonnen.

Buenos Aires (dpa) - Im Konfettiregen von Buenos Aires genossen Navigator Timo Gottschalk und sein Pilot Nasser Al-Attiyah überglücklich ihren Dakar-Triumph. Nach den Strapazen bei der härtesten Rallye der Welt durch Argentinien und Chile ließ sich das Siegerduo im VW Touareg feiern.

Der von den argentinischen Medien nur «Prinz» genannte Katarer Al-Attiyah lehnte sich auf der Avenida Sarmiento halb aus seinem VW - er lenkte mit einer Hand und schwenkte mit der anderen kleine Fahnen aus Katar und Argentinien. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg der Dakar. Es ist fantastisch», jubelte «El Príncipe».

Sein Beifahrer war nach dem Zieleinlauf am Samstag erst einmal fassungslos gewesen. «Dakar-Sieg, ich kann es noch kaum glauben», sagte der 36 Jahre alte Gottschalk vor zigtausenden Motorsport-Fans. «Dies ist der größte Augenblick in meiner Laufbahn. Es war ein Traum, die Dakar zu gewinnen», erklärte Gottschalk.

Der Berliner ist nach Gerd Löffelmann (1980), Andreas Schulz (2001 und 2003) und Dirk von Zitzewitz (2009) der vierte siegreiche deutsche Beifahrer. Nachdem sie im Vorjahr noch den zweiten Platz belegt hatten, stand auch Al-Attiyah erstmals in seiner Laufbahn auf dem Podium ganz oben. «Das Verhältnis mit Timo ist super. Er hat einen ganz tollen Job gemacht», lobte ihn Al-Attiyah.

Für Gottschalk war es «die bislang härteste Dakar, die ich absolviert habe. Wir hatten uns schon in den letzten Tagen einen komfortablen Vorsprung erarbeitet, und es sah bei den vergangenen Etappen richtig gut für uns aus», erklärte der glückliche Beifahrer. «Und doch hat sich jeder Gedanke an den Sieg verboten, denn bis zum Schluss kann bei dieser Rallye alles passieren.»

Für VW setzten die beiden das Glanzlicht beim angepeilten Hattrick und der Wiederholung des Dreifacherfolgs aus dem Vorjahr: Denn in Giniel de Villiers aus Südafrika und von Zitzewitz, die am Ende mit 49:41 Minuten klar zurücklagen, sowie Vorjahressieger Carlos Sainz mit Lucas Cruz (beide Spanien/+1:20:38) folgten zwei weitere Teams der Wolfsburger auf den Plätzen zwei und drei.

Der französische Rekordsieger Stéphane Peterhansel (+1:43:48) musste sich bei der dritten südamerikanischen Auflage der Rallye Dakar nach technischen Problemen und Reifenschäden am BMW X3 wie schon im Vorjahr mit dem vierten Platz begnügen. Bei den Motorrad- Piloten trug sich Marc Coma aus Spanien zum dritten Mal nach 2006 und 2009 in die Siegerliste ein.

Die Rennveranstaltung wurde wie im Vorjahr von einem Todesfall überschattet. Ein Hilux des Toyota-Teams kollidierte am Donnerstag in Argentinien mit einem Pickup auf einer Landstraße. Der 42-jährige Fahrer des Kleinlasters starb. Er ist der 60. Todesopfer der rund 30-jährigen Dakar-Geschichte.

Während die Dakar 2011 schon fast Geschichte ist, laufen bereits die Vorbereitungen für die 34. Auflage, die wieder in Südamerika ausgetragen werden soll. Ob sie wieder an Neujahr in Buenos Aires startet, ist noch nicht sicher. Im Gespräch sind auch andere Städte in Argentinien. Möglicherweise wird die Rallye auch ausgedehnt. Brasilien, Peru und Bolivien sollen Interesse angemeldet haben. Nach Afrika kehrt die Rallye Dakar nicht zurück - die neue Heimat heißt Südamerika.

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