Ein LKW geht in Mar del Plata auf die Piste. Foto: Vicente Robles
Ein LKW geht in Mar del Plata auf die Piste. Foto: Vicente Robles

Ein LKW geht in Mar del Plata auf die Piste. Foto: Vicente Robles

dpa

Ein LKW geht in Mar del Plata auf die Piste. Foto: Vicente Robles

Mar del Plata (dpa) - Im argentinischen Badeort Mar del Plata ist am Neujahrstag die 33. Rallye Dakar gestartet.

Um 08.30 Ortszeit (12.30 MEZ) rollte Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar mit seinem Hummer als erster Auto-Pilot von der Rampe an der Atlantikküste Richtung Santa Rosa in der Provinz La Pampa. Zahlreiche Frühaufsteher und standfeste Silvester-Partygänger grüßten am Straßenrand die abfahrenden Motorräder, Autos und Lastwagen. Als Top-Favorit gilt bei der vierten Südamerika-Auflage des schwersten Offroad-Rennens Rekordgewinner Stéphane Peterhansel vom deutschen X-raid-Team.

Die 433 Fahrzeuge mussten auf der ersten Etappe neben 763 Kilometern Verbindungsstrecke eine 57 Kilometer lange Sonderprüfung über Stranddünen zwischen Las Grutas, bei Necochea, und der kleinen Ortschaft Energía zurücklegen. «Die erste Etappe ist nie entscheidend, aber immer müssen ein oder zwei Teilnehmer schon zu Beginn aufgeben», sagte Dakar-Sportdirektor David Castera vor dem Start. Viele Piloten suchten eine frühe Spitzenposition, um sich für die nächsten Tage günstige Startplätze zu sichern.

Am Silvesterabend waren die Teilnehmer der Rallye vor einer halben Million Zuschauer über sechs Kilometer der Küstenstraße Mar del Platas gerollt.

Der Franzose Peterhansel peilt seinen insgesamt zehnten Erfolg an; sechsmal gewann er die Motorradwertung, dreimal war er mit dem Auto erfolgreich. Auch die neue Streckenführung spricht womöglich für den Franzosen, der die 8377 Kilometer bis zum Ziel am 15. Januar in der peruanischen Hauptstadt Lima mit einem Mini in Angriff nimmt. «Ich habe das Gefühl, dass die erfahrensten Piloten, diejenigen, die wissen, wie sie mit Unerwartetem umzugehen haben, in einer besseren Position sind als die technischen Spezialisten», prophezeite Castera.

Erfahren und erfolgreich ist aber auch Al-Attiyah. Der Katarer, der nach der Dakar für Citroen in der Rallye-WM auf Punktejagd gehen wird, hatte vor zwölf Monaten im Race Touareg den VW-Hattrick perfekt gemacht. Nach der Ausstiegsankündigung des deutschen Autobauers hatte sich auch Al-Attiyah ein neues Team suchen müssen: Diesmal steuert er einen Hummer. Ebenfalls in einem neuen Auto sind der deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz und sein Pilot Giniel de Villiers aus Südafrika unterwegs. Das 2009 für VW siegreiche Duo tritt diesmal in einem Toyota an.

Mit der Route 2012 betritt die Dakar auch wieder Neuland. Peru ist das 27. Land, durch dass der Tross rasen wird. Zudem kehrt das Feld diesmal nicht wieder zum Startort - in den vergangenen Jahren Buenos Aires - zurück.

Ob Beach-Club-Feeling wie zu Beginn in Mar del Plata oder Höhenluft in den Anden: Die Dakar wird erneut Mensch und Maschine alles abverlangen. «Ich kann nicht vorhersagen, wo der entscheidende Punkt in diesem Jahr liegen wird», betonte Castera und prophezeite ständige Tempowechsel durch die jeweilige verschiedenen Untergründe. Wegen der dünenreichen Schlussetappen wähnt sich das hessische X-raid-Team letztlich im Vorteil. Im Sand sollen die fünf Mini und drei BMW X3 besonders gut zurecht kommen.

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