Michael Schumacher geht am Sonntag von Platz neun ins Rennen.
Michael Schumacher geht am Sonntag von Platz neun ins Rennen.

Michael Schumacher geht am Sonntag von Platz neun ins Rennen.

Mark Webber, der Teamkollege von Vettel, wurde nur Sechster.

Lewis Hamilton dominierte zwar das Freitagstraining, für die Pole reichte am Samstag aber nicht.

Das Lächeln im Gesicht von Sebastian Vettel ist zurück.

Der Weltmeister startet auf dem Hungaroring von ganz vorne.

Vettel (M) verwies die beiden Mercedes-Piloten Hamilton (r) und Button auf die Plätze zwei und drei.

dpa, Bild 1 von 6

Michael Schumacher geht am Sonntag von Platz neun ins Rennen.

Budapest (dpa) - Sebastian Vettel ist nach einer Nachtschicht seiner Mechaniker zur Pole Position in Ungarn gestürmt. Der Formel-1-Weltmeister raste im eilig umgebauten Red Bull zum 8. Mal in dieser Saison auf Startplatz eins und setzte damit den erhofften Konter gegen die erstarkten Titelrivalen.

In seiner letzten Runde der Qualifikation schnappte der 24-Jährige noch Nürburgring-Sieger Lewis Hamilton die Bestzeit weg. «Ja, Baby», schrie Vettel via Boxenfunk. «Ich bin sehr glücklich. Ich habe mein Selbstvertrauen wieder», bekannte der WM-Spitzenreiter.

Dritter auf dem Hungaroring wurde Hamiltons Teamkollege Jenson Button im zweiten McLaren. Ferrari-Star Fernando Alonso kam einen Tag nach seinem 30. Geburtstag nicht über Platz fünf hinaus, Stallrivale Felipe Massa war schneller. Sogar nur Sechster wurde der WM-Zweite Mark Webber. «Das ist bizarr. Auf keinen Fall hätte ich so eine Zeit fahren können», sagte der Australier mit Blick auf die Runde seines Red-Bull-Teamgefährten. «Wir haben eine Menge am Auto geändert. Anscheinend haben wir das Richtige gemacht», meinte Vettel, der die Strecke in 1:19,815 Minuten umrundet hatte.

Seine Crew hatte nach dem Dämpfer im Freitagstraining eine Sonderschicht eingelegt und zum ersten Mal in dieser Saison gegen die vom Weltverband festgesetzte Sperrstunde verstoßen. «Die Jungs haben nicht viel Schlaf bekommen», verriet Vettel. Erst um 4.45 Uhr seien die Mechaniker ins Bett gekommen. Erlaubt waren Arbeiten eigentlich nur bis 2.00 Uhr. Die Sperrstunden-Regelung gilt seit diesem Jahr. Vier Ausnahmen hat jedes Team zur Verfügung.

Die hektischen Umbaumaßnahmen zeigen, wie stark der Druck auf den Titelverteidiger nach seinem kleinen Zwischentief geworden war. Umso befreiter fiel der Jubel bei Vettel und in der Box nach der Fahrt auf Pole Position aus. «Er hat den Mechanikern zurückgegeben, was sie in der vergangenen Nacht geleistet haben», lobte Teamchef Christian Horner. Auch im elften Saisonrennen steht damit ein Red Bull ganz vorn in der Startaufstellung. «Ich fühle mich wieder viel wohler im Auto», sagte Vettel.

Vor dem Grand Prix am Sonntag hat der Champion satte 77 Zähler Vorsprung auf Webber. Hamilton liegt 82 Punkte zurück, Alonso sogar 86. «Ich hoffe, wir können Sebastian morgen angreifen», sagte Hamilton. Der Brite sparte clever einen Reifensatz und könnte damit einen Vorteil haben. «Das wird ein spannendes Rennen», versprach McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

Auch Alonso gab sich trotz der ersten Qualifikationspleite gegen Massa in diesem Jahr optimistisch. «Es ist immer noch alles offen», beteuerte der Spanier. Wie schon zuletzt setzt Alonso erneut auf Schützenhilfe der anderen Vettel-Gegner. «Ich hoffe, McLaren kann Sebastian in der ersten Kurve unter Druck setzen», sagte der zweimalige Weltmeister.

Rekordchampion Michael Schumacher stellte sich indes erneut auf einen «schwierigen Nachmittag» ein. Der 42-Jährige steuerte seinen Mercedes auf Platz neun und klagte danach über Balance-Probleme mit dem Silberpfeil. Teamkollege Nico Rosberg war als Siebter erneut schneller. «Wir haben einen sehr guten Topspeed», urteilte der Wiesbadener, der in Ungarn sein 100. Formel-1-Rennen fährt.

Sehr zufrieden durfte auch Adrian Sutil mit Platz acht sein. «Eine sehr gute Position für uns», sagte der Force-India-Pilot. Für Nick Heidfeld und Timo Glock war der Arbeitstag dagegen erneut vorzeitig beendet. Heidfeld kam im Lotus-Renault nicht über Rang 14 hinaus. «Die Runde war in Ordnung. Die Position ist es sicher nicht. Das ist nicht gut, aber das ist das, wo wir derzeit stehen», sagte der Mönchengladbacher. Glock schaffte es als 21. auch im elften Anlauf in dieser Saison nicht in Runde zwei. «Das Auto war wie vom Winde verweht», erklärte der Wersauer.

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