Vorfreude
Stefan Bradl freut sich auf die ersten Tests in Sepang. Foto: Juan Carlos Cardenas

Stefan Bradl freut sich auf die ersten Tests in Sepang. Foto: Juan Carlos Cardenas

dpa

Stefan Bradl freut sich auf die ersten Tests in Sepang. Foto: Juan Carlos Cardenas

Leipzig (dpa) - Für Stefan Bradl läuft der Countdown. Am Samstag steigt er in das Flugzeug, Anfang kommender Woche darf er endlich erstmals offiziell in der Königsklasse MotoGP der Motorrad-Weltmeisterschaft starten. Auf dem Sepang-Circuit in Malaysia stehen die ersten Wintertests für die am 8. April in Katar beginnende neue Saison auf dem Programm. Das Gute für Bradl ist: Nicht nur er ist Neuling, sondern auch die Stars wie Titelverteidiger Casey Stoner (Australien), Valentino Rossi (Italien) oder Jorge Lorenzo (Spanien). Denn jetzt wird auf 1000-Kubikzentimeter-Maschinen gefahren. Bislang hatten die Motorräder 800 ccm. «Ich freue mich unheimlich auf Malaysia», hatte Bradl gesagt, nachdem er im November den Zweijahresvertrag im Team des Italieners Lucio Cecchinello unterschrieben hatte. Die Chance bekam er nach seinem Moto2-Titel und nachdem er bei den anschließenden Tests auf der 800-ccm-Honda das Team von Cecchinello überzeugt hatte. Die nun zu Ende gehende freie Zeit ließ Bradl nicht ungenutzt verstreichen. Neben zahlreichen Sponsorenterminen und Titel-Feierlichkeiten - der Zahlinger kam unter anderem bei der Umfrage nach Deutschlands Sportlern des Jahres auf Platz vier - war vor allem Krafttraining angesagt. Der Gang ins Fitnessstudio musste sein. «Ich habe schon bei den Tests in Valencia gemerkt, dass da ein ganz anderer Bums dahinter steckt. Das erfordert ein paar Muskeln mehr», meinte Bradl, der zudem an seiner Kondition arbeitete. «Ein paar Kilo hat er auch zugelegt, aber das ist minimal», sagte Stefan Bradls Vater Helmut, der seinen Sohn nach Malaysia begleitet. Die wird er schon in Malaysia brauchen. Denn es gilt, das neue Motorrad kennenzulernen. Und dafür müssen Kilometer geschrubbt werden, wie es im Fachjargon heißt. Zwei Maschinen stehen dem Deutschen zur Verfügung. Seine Techniker um Chefmechaniker Christophe Bourguignon weilen schon seit ein paar Tagen in der Honda-Zentrale in Japan. «Honda Schooling» nennt sich der Lehrgang für alle drei MotoGP-Honda-Teams. Alle neuen technischen Finessen werden dabei vorgestellt. Bradl ist in Sachen Top-Platzierungen für die neue Saison nicht illusorisch. In einem Interview des Fachmagazins «Motorsport aktuell» gab er kürzlich an, unter die besten Zehn der Gesamtwertung kommen zu wollen. Zunächst peilt er Plätze zwischen sieben und neun an. «In der zweiten Saisonhälfte müsste ich eine Steigerung schaffen mit einem Highlight auf Platz fünf oder so», sagte Bradl. Das große Ziel ist aber klar: «Ich habe mir vorgenommen, so schnell wie möglich ein Rennen zu gewinnen. Und ich werde natürlich versuchen, auch in der MotoGP Weltmeister zu werden. Das wäre dann die Krönung von allem.»

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