Nürburg (dpa) - Nach dem Unfall auf dem Nürburgring mit einem getöteten Zuschauer will der Deutsche Motor Sport Bund kommende Woche bei einem Runden Tisch die Konsequenzen besprechen.

«Rennstrecke, Zuschauerplätze, Fahrzeuge, sportliches Reglement: Alles kommt auf den Prüfstand», sagte DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck laut Mitteilung. Dabei sollen «kurzfristige Lösungen für die nächsten Wochen ebenso diskutieren werden wie langfristige, die den Sport auf dieser weltweit einzigartigen Rennstrecke auch in zehn und zwanzig Jahren noch ermöglichen sollen».

Elf Fahrzeugklassen bleiben bis auf weiteres auf der Nordschleife des Nürburgrings nicht mehr zugelassen. Grob gesagt betrifft das alle Fahrzeuge, die eine von Serienfahrzeugen abweichende Aerodynamik haben. Das Qualifikationsrennen für das 24-Stunden-Rennen im Mai soll an diesem Wochenende stattfinden.

Am Samstag hatte bei einem Langstreckenrennen der britische Nissan-Pilot Jann Mardenborough die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Sein Bolide hob vor einer Rechtskurve im Streckenabschnitt «Flugplatz» ab, stellte sich in der Luft senkrecht auf und krachte gegen einen Reifenstapel. Von dort flog er offenbar über den FIA-Sicherheitszaun in die Zuschauer. Dabei starb ein 49 Jahre alter Besucher, zwei weitere sowie Pilot Mardenborough wurden verletzt.

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