Peugeot-Pilot Stephane Peterhansel (r) feiert mit seinem Co-Piloten Jean Paul Cottret den Sieg bei der Rallye Dakar. Foto: Martin Mejia
Peugeot-Pilot Stephane Peterhansel (r) feiert mit seinem Co-Piloten Jean Paul Cottret den Sieg bei der Rallye Dakar. Foto: Martin Mejia

Peugeot-Pilot Stephane Peterhansel (r) feiert mit seinem Co-Piloten Jean Paul Cottret den Sieg bei der Rallye Dakar. Foto: Martin Mejia

dpa

Peugeot-Pilot Stephane Peterhansel (r) feiert mit seinem Co-Piloten Jean Paul Cottret den Sieg bei der Rallye Dakar. Foto: Martin Mejia

Buenos Aires (dpa) - «Monsieur Dakar» bekommt einfach nicht genug. Mit seinem 13. Gesamterfolg bei der berüchtigten Rallye hat Rekordsieger Stéphane Peterhansel seiner eigenen Legende ein weiteres Kapitel hinzugefügt.

Auf sechs Siege mit dem Motorrad, den ersten davon bereits 1991, ließ der 51-Jährige nun bereits seinen siebten im Auto folgen. «Es war ein Duell mit hohem Einsatz», sagte Peterhansel am Ende des knallharten Zweikampfs mit seinem Peugeot-Markenkollegen Sébastien Loeb.

5:13 Minuten trennten die beiden Franzosen am Ende der 39. Auflage des Offroad-Abenteuers. Einmal mehr triumphierte am Ende Peterhansel, der bei seiner 25. Teilnahme seine ganze Erfahrung, Coolness und Präzision benötigte. «Mein Ziel war es, Sébastien an seine Grenzen zu bringen, damit er Fehler macht. Das ist uns letztlich gelungen», sagte Peterhansel und betonte: «Das ist keine Frage des Glücks.»

«Peter» ist ein Getriebener, der auch nach so vielen Jahren an der Spitze seines Sports den Fuß nicht vom Gas nehmen mag. Im Vorjahr hatte der zweimalige Enduro-Weltmeister nach seinem zwölften Dakar-Sieg noch davon gesprochen, dass ihm nun die Motivation ausgehen könnte. Loeb sei die Zukunft von Peugeot bei der Dakar, vielleicht würde er seinem Rivalen künftig gar Hilfestellung geben, orakelte Peterhansel damals. Ein Jahr später zeigte er jedoch, dass er längst noch nicht bereit ist, seinen Dakar-Thron zu räumen.

Allerdings benötigte Peterhansel dafür auch die Gnade der Rennrichter. Nach einem Unfall auf der zehnten Etappe lag er eigentlich schon mit klarem Rückstand hinter Loeb. Doch die Jury gewährte Peterhansel eine satte Zeitgutschrift, weil er zunächst beim verletzten Motorradfahrer Simon Marcic geblieben war und deshalb viele Minuten eingebüßt hatte. So bekam Peterhansel am Grünen Tisch Platz eins zurück und verteidigte den Vorsprung danach bis in Ziel.

Rallye-Rekordweltmeister Loeb genügten auch fünf Tagessiege nicht, um Peterhansel in der Gesamtwertung hinter sich zu lassen. «Wir müssen es eben weiter versuchen. Wir haben alles, um dieses Rennen zu gewinnen», sagte Loeb, nachdem er die letzte Etappe auf dem Weg nach Buenos Aires mit 19 Sekunden Vorsprung auf Peterhansel gewonnen hatte. Das war ein kleines Signal an den Rekordsieger, mehr nicht. «Ich denke nicht, dass ich so oft starten werde wie Peterhansel, aber mein Ziel bleibt, hier eines Tages zu gewinnen», sagte Loeb.

Dass auch der Drittplatzierte Cyril Depres für Peugeot fährt, dokumentierte die Überlegenheit des Werksteams bei der diesjährigen Dakar. Die Franzosen kamen mit den schwierigen Bedingungen des Rennens am besten zurecht. Gleich zwei Tagesabschnitte, darunter die 977 Kilometer lange Königsetappe von Salta nach Chilecito in Nordargentinien, mussten wegen heftiger Regenfälle und einem Erdrutsch abgesagt werden.

Trotz aller Strapazen in Sand, Staub und extremer Höhe verzeichnete die Dakar erstmals seit dem Wechsel nach Südamerika im Jahr 2009 keinen Todesfall. Rund 70 Menschen sind in der Historie der Rallye bereits gestorben, diesmal war der Jubel bei der Ankunft des Feldes in Buenos Aires am Samstag ungetrübt.

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