Sitzprobe
Nico Rosberg hat schon einmal im neuen MGPW02 Platz genommen.

Nico Rosberg hat schon einmal im neuen MGPW02 Platz genommen.

Michael Schumacher ist die Anspannung anzusehen.

Michael Schumacher (r) und Nico Rosberg enthüllen ihren neuen Rennwagen MGP W02.

Der Mercedes von Nico Rosberg wird nach einer Testfahrt zurück in die Teamgarage geschoben.

Weltmeister Sebastian Vettel (l) und Teamkollege Mark Webber posieren für die Fotografen.

Sebastian Vettel (l) und Teamkollege Mark Webber enthüllen den neuen RB7.

Nase und Frontflügel haben beim RB7 ein markantes Aussehen.

Formel-1-Champion Sebastian Vettel fuhr die schnellste Zeit.

dpa, Bild 1 von 8

Nico Rosberg hat schon einmal im neuen MGPW02 Platz genommen.

Valencia (dpa) - Bestzeit für «Marathon-Mann» Sebastian Vettel, Kurzeinsatz für Rekordchampion Michael Schumacher: Als der Mercedes-Pilot am ersten Formel-1-Testtag in diesem Jahr endlich Gas geben konnte, hatte Weltmeister Vettel schon rund 280 Kilometer mit seinem neuen Red Bull abgespult.

Und dabei gleich dort weitergemacht, wo er am 14. November 2010 beim Saisonfinale aufgehört hatte: auf dem ersten Platz. «Es war ein sehr guter Tag für uns», sagte Vettel hochzufrieden. «Gegen Mitte des Tages kamen wir richtig ins Rollen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, daraus mache ich gar keinen Hehl.» So viele Runden habe man auch noch nie geschafft bei einem Testauftakt, meinte Vettel nach seinen 93 Umläufen.

Schumacher kam mit über zweieinhalb Sekunden Rückstand gerade mal auf Rang neun, nachdem er lange auf seinen Einsatz im neuen Mercedes hatte warten müssen. «Interessant, aber kurz», lautete denn auch das Fazit des siebenmaligen Champions. «Ich hatte ein paar mehr Runden erwartet.»

Bei der Jungfernfahrt war zuvor sein Teamkollege Nico Rosberg von einem Hydraulikschaden gebremst worden. «Ein frustrierender Tag», stellte Teamchef Ross Brawn bedröppelt fest. Das ganze System musste ausgebaut werden.

Zweitschnellster war zum Auftakt der viertägigen Probefahrten Force-India-Ersatzmann Nico Hülkenberg aus Emmerich, dahinter reihte sich McLaren-Reserve-Pilot Gary Paffett ein. Ferrari-Star Fernando Alonso, der lange Zeit in Führung gelegen hatte, wurde Fünfter. Rosberg kam mit seinen gerade mal neun Runden nicht über den 13. und letzten Platz hinaus.

Ganz vorne indes nichts Neues: Vettel gab im neuen RB7 ordentlich Gas. Der 23-jährige Heppenheimer war nicht nur der Schnellste, sondern auch der Pilot mit den meisten Runden auf dem 4,005 Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo, nachdem er und Teamkollege Mark Webber das neue Auto am Morgen vorgestellt hatten.

Rund 300 Fotografen, Kameraleute und Journalisten lauerten vor der Red-Bull-Box. Dann war es soweit. «Es sieht sehr interessant aus», sagte der gut aufgelegte Vettel über den RB7. Das neueste Werk aus der Feder von Erfolgsdesigner Adrian Newey ist mit einer höheren Nase ausgestattet. Red Bull folgt damit dem Trend: der Ferrari F150 und der Mercedes MGP W02 weisen ebenfalls dieses Merkmal auf. Von den Top-Teams fehlt nur noch das Gefährt von McLaren. Die Briten stellen ihren Wagen erst am 4. Februar in Berlin vor.

Drei Tage zuvor war wieder Vettel-Time. «Es war ein wichtiger Schritt», betonte Vettel und überlegt schon an einem Namen für sein Gefährtin. «Sie ist zäh und hält durch», charakterisierte Vettel, der seinen Autos gern Frauennamen gibt. Ein gutes Gefühl sei es derweil, die Eins auf dem eigenen Auto beim Rausschauen zu sehen.

Vettel selbst ist im Dauervisier der Konkurrenz. Auch Mercedes will mehr als nur Sichtkontakt. Die Ziele seien ziemlich klar. «Mit dem Auto und mit der Entwicklung im Team sollten wir in der Lage sein, um Podiumsplätze und wenn es gut läuft, um Siege kämpfen zu können», betonte Schumacher nach seiner unfreiwilligen Kurzarbeit.

Helfen soll dabei der gleich zum Auftakt allerdings muckende Mercedes. «Ich bin sehr optimistisch, was das betrifft. Ich bin nicht in Sorge, dass wir unsere Ziele nicht erreichen könnten.» Über die Meisterschaft zu reden, wäre aber etwas zu verfrüht, schränkte Schumacher ein.

Weiter oben als auf dem neunten Gesamtrang wünscht sich auch Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone den 42 Jahre alten Rekordweltmeister. «Dieses Gegurke im Mittelfeld hat mir wehgetan. Ich hoffe, Schumi tut mir das nicht noch mal an», sagte er der «Bild».

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