Man könnte die Personalie Frings als Marginalie ablegen, weil der Bremer im Nationalteam zuletzt keine Rolle mehr gespielt hat. Sie ist es aber nicht, weil von Frings’ Ausbootung das Signal ausgeht, dass Löw - anders als bisweilen zuvor - keine Kompromisse mehr machen will.

Er kann das durchaus: Das hat er im Fall Lehmann bewiesen, auch bei Metzelder, jetzt bei Frings. Die EM 2008 hat Löw gelehrt: Er will nur noch Spieler in körperlich optimalem Zustand, frühzeitig totale Kader-Harmonie und widerspruchslose Konzentration auf vorgegebene Ziele.

Hitzlsperger, Rolfes, Khedira oder gar Schweinsteiger scheinen dafür gemacht - Frings nicht. Auch weil Erfahrung und Chuzpe keine Tugenden mehr für den Bundestrainer sind. Für Löw ist Frings ein Auslaufmodell.

 

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