Patzer
Bei der Übergabe von Tyson Gay zu Mike Rogers unterlief den Amerikanern ein Fehler. Foto: How Hwee Young

Bei der Übergabe von Tyson Gay zu Mike Rogers unterlief den Amerikanern ein Fehler. Foto: How Hwee Young

Das jamaikanische Quartett aus Elaine Thompson, Veronica Campbell-Brown, Shelly-Ann Fraser-Pryce und Natasha Thompson hat mit Gold vorgelegt. Foto: Diego Azubel

Verena Sailer, Alexandra Burghardt, Rebekka Haase und Gina Lueckenkemper beenden den Lauf auf Rang fünf. Foto: Michael Kappeler

dpa, Bild 1 von 3

Bei der Übergabe von Tyson Gay zu Mike Rogers unterlief den Amerikanern ein Fehler. Foto: How Hwee Young

Peking (dpa) - Jamaikas Superstar Usain Bolt hat seine elfte Goldmedaille bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften gewonnen. Nach den Erfolgen über 100 und 200 Meter triumphierte der 29-Jährige auch mit der Sprintstaffel über 4 x 100 Meter in der Jahresweltbestzeit von 37,66 Sekunden.

Weil das US-Quartett mit dem zweimaligen Vizeweltmeister Justin Gatlin wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurde, ging Silber an Gastgeber China (38,01 Sekunden), Bronze mit 38,13 an Kanada.

Das deutsche Quartett mit Julian Reus, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow und Aleixo-Platini Menga rannte 38,15 Sekunden - und wurde am Ende Vierter. Nur zwei Hundertstelsekunden fehlten zur Bronzemedaille.

«Ich habe den Schlamassel nach 300 Metern gesehen und war heilfroh, dass wir nicht dabei waren», meinte Bolt, der US-Schlussläufer Mike Rodgers fast stehen ließ. «Wir waren vom Start weg voll konzentriert bei der Sache. Ich möchte mich beim ganzen Team bedanken.»

Seit 2008 haben die Jamaikaner bei Olympia und Weltmeisterschaften alles abgeräumt. Der letzte WM-Titel der Amerikaner über 4 x 100 Meter liegt nun schon acht Jahre zurück.

Eine deutsche Männerstaffel hat bei einer WM seit 1983 noch nie eine Medaille geholt. Doch schon vor zwei Jahren in Moskau war es knapp: Vierte in 38,04 hinter Kanada - 12/100 Sekunden fehlten zu Bronze.

Bei den Frauen hatte zuvor ebenfalls Jamaika triumphiert. 100-Meter-Weltmeister Shally-Ann Fraser-Price jubelte als Schlussläuferin nach 41,07 Sekunden. Das deutsche Quartett mit Rebekka Haase, Alexandra Burghardt, Gina Lückenkemper und Verena Sailer wurde in 42,64 Sekunden Fünfte. «Ich bin unheimlich froh, dass es jetzt gut gegangen ist», sagte Ex-Europameisterin Sailer in der ARD.

Den ersten und bis heute einzigen WM-Titel für eine DLV-Frauenstaffel gab es 2001 in Edmonton. Bei der Heim-WM 2009 in Berlin holte das deutsche Sprintquartett noch Bronze.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer